Bürgerinitiative Pro Tunnel Landshuter-Allee-Tunnel: So soll das Projekt beschleunigt werden

Gewohntes Bild an der Landshuter Allee. Foto: dpa

Die Bürgerinitiative Pro Tunnel will das Tunnel-Projekt an der Landshuter Allee mit eigenen Ideen beschleunigen.

Neuhausen - Die Landshuter Allee ist eine der dreckigsten Straßen in München. Jeden Tag blasen hier bis zu 130 000 Fahrzeuge ihre Abgase in die Luft. Die Stadt will dort deshalb einen Tunnel bauen. Die Planungen schreiten der Bürgerinitiative Pro Tunnel aber viel zu langsam voran.

"Kleinteiliges Rumgezipfel"

„Dieses kleinteilige Rumgezipfel“, sagt Michael Lotterschmid, der Sprecher der Initiative, führe zu nichts. Immer noch eine Machbarkeitsstudie und noch eine Variante: „Wir brauchen nicht die tausendprozentige Lösung“, sagt Lotterschmid, es brauche eine Lösung, die die Anwohner so schnell wie möglich entlaste.

Die Bürgerinitiative hat deshalb einen Vorschlag erarbeitet, wie der ganze Prozess beschleunigt werden könnte. Im Kern sieht dieser vor, dass auf die beiden geplanten Auffahrtsrampen an der Nymphenburger und an der Leonrodstraße verzichtet wird.

Der Tunnel würde dadurch nicht nur deutlich günstiger, hat die Bürgerinitiative errechnet. Nämlich um 200 bis 250 Millionen Euro. Die Tiefbauarbeiten könnten wohl auch schon 2021 abgeschlossen werden.

Die beiden Rampen könne man gut und gerne streichen, sagt Lotterschmid. 80 Prozent des Verkehrs würde sowieso einfach nur durchrauschen. Da habe niemand Interesse, an der Nymphenburger oder Leonrodstraße abzufahren. Zudem sei der Tunnel ohnehin nur 1,4 Kilometer lang. Den jetzt auch noch in Abschnitte zu unterteilen, sei vollkommen überflüssig, so Lotterschmid.

Möglichst grüne Oberfläche

Die Bürgerinitiative hofft, dass bei einem Verzicht auf die Rampen mehr Geld für die Oberflächengestaltung übrigbleiben wird.

Bei Gesprächen mit Anwohnern haben sich einige Wünsche dabei als besonders drängend herausgestellt: Möglichst grün soll die Oberfläche sein, so dass wieder ein richtiger Alleecharakter entsteht. Die Straße an der Oberfläche soll mittig verlaufen, also auf dem künftigen Tunneldeckel. Und auf beiden Seiten wären doppelspurige Radwege willkommen.

Die Bürgerinitiative Pro Tunnel will für ihre Ideen nun im Rathaus werben. Lotterschmid hofft, damit Gehör zu finden. Von einem befreundeten Planungsbüro sei der Vorschlag jedenfalls schon als durchaus machbar bewertet worden. „Wir haben das alles nicht einfach so ins Blaue geschrieben“, so Lotterschmid.

 

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