Breitseiten gegen den Trainer Contra Niko Kovac: In der Kabine des FC Bayern soll es rumoren

Nachdenklich: Plötzlich ist die Arbeit von Niko Kovac als Trainer des FC Bayern komplett auf dem Prüfstand. Foto: sampics/Augenklick

Die Mini-Krise des FC Bayern und ihre Ursachen: Niko Kovac steht im Kreuzfeuer der Kritik. In der Kabine des deutschen Rekordmeisters soll es mit der Ruhe schon längst vorbei sein, schreibt die "Bild". Mächtig Gegenwind für den Trainer.

 

München - Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Spätestens jetzt weiß Niko Kovac, auf was er sich mit dem Job beim FC Bayern eingelassen hat. Wenn's läuft, ist alles super. Wenn's mal ein bisschen Sand im Getriebe gibt, dann kommt ganz schnell alles auf den Prüfstand.

Was die Abwehrleistung im Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam oder auch die auf die Spitze getriebene Rotation angeht, gibt es allerdings auch durchaus Ansätze für Verbesserungen. 

James über Niko Kovac: "Wir sind hier nicht in Frankfurt" 

Vor zwei Wochen war noch alles gut, und schon nach drei sieglosen Spielen in Folge ist es vorbei mit der Schwärmerei für Rotationsmeister Kovac, der die Einsatzzeiten seines Star-Ensembles so gut im Griff habe und so gut moderieren könne. Der Bayern-Coach steht unter Druck – er hat nur einen Punkt mehr geholt als Carlo Ancelotti kurz vor seiner Entlassung im Herbst 2017.

Ein bisschen Ruhe wäre jetzt ganz schön - und genau die bekommt Kovac nicht. Denn nach einem Bericht der "Bild" zeigt sich in der Kabine des FC Bayern erster Unmut unter den Spielern. Und der soll sich gegen den Trainer richten, der ja erst zu Beginn der Saison von Eintracht Frankfurt gekommen war. (Lesen Sie hier den AZ-Kommentar: Erste Krise beim FC Bayern - Mehr Umbruch wagen!)

Genau an diesem Punkt hakt James Rodríguez ein, der sich von Kovac nicht genügend berücksichtigt sieht. Der kolumbianische Nationalspieler soll in der Kabine einen Wutanfall gehabt haben, als der Trainer gerade nicht da war. Mit dem Satz "Wir sind hier nicht in Frankfurt" kritisiert er angeblich Kovacs Umgang mit den Stars im Kader. Und: Er wolle dem Coach klar machen, dass er den Verein verlassen möchte. (Lesen Sie hier: James, der Frustrierte - Verlässt er den FC Bayern schon bald?)

Kritik an Kovac: Kroatisch sprechen, zu kurz trainieren lassen  

Wie die "Bild" weiter schreibt, passt es einigen Spielern und Verantwortlichen zudem nicht, dass der 46-Jährige mit seinem Bruder Robert und dem bosnischen Sportdirektor Hasan Salihamidzic häufig auf Kroatisch spreche - dies eben auch dann, wenn andere dabei seien. Selbst Co-Trainer Peter Hermann fühle sich da mitunter ausgeschlossen.

Ein Kritikpunkt verwundert angesichts der Eindrücke der vergangenen Wochen doch sehr: mangelnder Trainingsumfang. Die Einheit am vergangenen Donnerstag soll nur 52 Minuten gedauert haben. Angesichts der Belastung in diesen Tagen durchaus verständlich aus Kovacs Sicht. Zumal er seine Profis in der Vorbereitung ganz anders rangenommen hatte; da mussten sie bis zu zwei Stunden lang trainieren.

Kritik an Niko Kovac: Keine Spielidee

Außerdem seien die Spieler unzufrieden, weil Kovac ungleichmäßig rotieren lasse, Profis nach guten Leistungen gleich wieder auf die Bank setze. Am Rotationsprinzip selbst haben sie offenbar nichts auszusetzen. Ein Vorwurf dürfte Niko Kovac ganz besonders treffen: Er habe keine Spielidee. Neue taktische Varianten würden selten eingeübt, Kovac wiederhole in den Analysen oft bestehende Ansagen.

Wie sagte Alfred "Adi" Preißler einst? "Grau is' im Leben alle Theorie – aber entscheidend is' auf'm Platz!" Ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag in der Bundesliga (18.30 Uhr live bei Sky, im AZ-Liveticker), und Niko Kovac kann gleich wieder ruhiger schlafen. 

 

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