Bräustüberl Tegernsee Die Umbaupause ist vorüber - Freitag geht es wieder los

Das Kloster Tegernsee aus der Vogelperspektive Foto: Herzogliches Brauhaus

Das Tegernseer Tal hübscht sich auf. Das Bräustüberl eröffnet am Freitag nach acht Wochen Umbaupause. Und auch sonst  können Ausflügler rund um den See einiges entdecken.

 

Tegernsee - Rund um den See wird überall gehämmert, geklopft und gesägt. Besonders hektisch ist es momentan im Bräustüberl im altehrwürdigen Kloster Tegernsee. Nach acht Wochen Umbaupause geht’s am Freitag  ab 9 Uhr endlich wieder los mit Bier, Brotzeit und Seeblick.

„Wir sind total motiviert und ausgeruht“, erzählt eine Bedienung lachend, während sie mit einer Kollegin die Holzbänke draußen auf der Sonnenterrasse ordentlich aneinander reiht. Ein paar Meter weiter schippt dagegen eine weitere Bedienung noch die letzten Schneereste von der Terrasse.

Drinnen im Bräustüberl werkeln dagegen noch Elektriker, Schreiner und Maler. Es sind die letzten Stunden vor der Wiedereröffnung. „Fast ein bisserl wie auf dem Oktoberfest, kurz vor dem Anstich“, scherzt einer der Angestellten. „Alles wird fertig. Und wenn wir durcharbeiten müssen“, beruhigt ein Handwerker. Erst in der Nacht zuvor ist der Holzboden aus bayerischer Waldeiche fertig geworden, die auffälligste Neuerung im Bräustüberl.
Küche, Schankanlage, Lager alles ist nagelneu. Anders ist der Ansturm der Ausflügler aus München nicht zu bewältigen. Die Toiletten sind seit dem Umbau ebenerdig zu erreichen, da kommen künftig auch Rollifahrer problemlos zurecht. Außerdem gibt’s kostenloses WLAN.

Unten am See arbeiten Schreiner an einem neuen Bootshaus. Am Ufer knattert ein Minibagger durch ein Loch in der Fassade des Schloss-Café. Der Bau ist entkernt. Maurer haben alles rausgerissen, was alt und gammelig war.

Alle im Tal fiebern der neuen Saison entgegen. Und da wird sich rund um den See einiges ändern. Der Münchner Feinkostkönig Michael Käfer hat Gut Kaltenbrunn übernommen. Noch ist es Sperrgebiet. Vom See aus kann man aber bereits einen Blick auf den Biergarten erhaschen. Eröffnung ist im kommenden Juni.

Die in den Hang gebaute Terrasse unterhalb des Königsbaus soll rund 600 Gäste Platz bieten. Die Getränke- und Essensausgabe öffnet sich aus dem Kellergeschoss. Die Stockwerke darüber werden Gasträume. Zusätzlich gibt es einen bedienten Biergarten mit bis zu 300 Plätzen.

Selbst der übelste Schandfleck im Tal, die Ruine des historischen Gasthofs Maximilian in Gmund wird jetzt endlich saniert. Baubeginn ist bereits im März. Am 9. März geht es los mit dem Umbau der Straße vor dem Gasthof.

Bleibt der Gasthof Guggemos in Tegernsee. Seit sieben Jahren steht er leer, weil sich Besitzer und Stadt nicht einig werden. Die Ausflügler flanieren unterdessen über den Holzsteg und fragen sich, wie man so ein tolles Seegrundstück nur so lange brach liegen lassen kann.

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