Besser als Messi und Ronaldo FC Bayern: Warum Lewandowski Weltfußballer werden muss

Robert Lewandowski vom FC Bayern München Foto: picture alliance/Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa

Robert Lewandowski spielt für den FC Bayern München die beste Saison seiner Karriere. Manche fordern für den Polen deshalb die Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres. Tatsächlich ist der Bayern-Star in dieser Saison in vielen Belangen besser als die Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

 

München - 34 Tore in 31 Bundesliga-Partien, bereits 51 Treffer in allen Wettbewerben - und das Finalturnier der Champions League steht noch aus. Robert Lewandowski gehen in dieser Spielzeit allmählich die Superlative aus.

Kein Wunder also, dass die ersten Stimmen laut werden, der Pole solle zum Weltfußballer gekrönt werden. Bayern-Trainer Hansi Flick regte angesichts der überragenden Torquote dazu an, darüber nachzudenken, "einen Spieler aus der Bundesliga zum Weltfußballer zu machen".

Matthäus: Lewandowski als Weltfußballer "wäre verdient"

"Lewandowski hätte die Auszeichnung nach dieser überragenden Saison total verdient", schrieb auch Lothar Matthäus in seiner Kolumne für "Sky". Der 31 Jahre alte Pole sei "in jedem Wettbewerb der beste Torschütze. In der Bundesliga, im Pokal und in der Champions League gibt es aktuell niemand erfolgreicheren vor dem Tor."

Der letzte Bundesliga-Profi, der dieser Auszeichnung am nächsten kam, war Franck Ribéry. Der Franzose spielte die vielleicht beste Saison seiner Karriere und führte die Bayern in der Saison 2012/13 zum Triple. Trotzdem musste sich "König Franck" am Ende mit dem dritten Platz bei der Wahl begnügen.

Weltfußballer-Wahl: Messi und Ronaldo dominieren

Der Grund dafür waren zwei gewaltige Hürden, die auch Lewandowski den Weg zur Weltfußballer-Krone versperren könnten: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. In den letzten zwölf Jahren haben die beiden Superstars vom FC Barcelona bzw. von Juventus Turin das Rennen um den Titel des besten Kickers des Planeten quasi unter sich ausgemacht. Einzig Luka Modric von Real Madrid gelang es, diese Phalanx im Jahr 2018 zu durchbrechen. Dafür nötig: der dritte Champions-League-Triumph in Folge und die Vize-Weltmeisterschaft mit Kroatien.

Um sich bei der Wahl durchzusetzen, wird Lewandowski Messi und Ronaldo klar übertreffen müssen. Der Bayern-Star hat jedoch einige Argumente auf seiner Seite - und zwar nicht solche, die man nur durch die FCB-Fanbrille sieht, sondern harte Fakten und Zahlen.

Torquote: Lewandowski vor Messi und Ronaldo

Da wären zuerst individuelle Statistiken: Lewandowski kommt in 43 Pflichtspiel-Einsätzen auf 51 Treffer, das ergibt gerundet 1,19 Tore pro Partie, klar vor Ronaldo (0,83) und Messi (0,71). Ein Gegenargument, das auf der Hand liegt: eine von Messis großen Stärken ist es, seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Geht man von Torbeteiligungen aus, muss sich Lewandowski, der in dieser Saison sechs Assists registriert hat, mit 1,33 Torbeteiligungen pro Spiel  hauchdünn Messi (1,34) geschlagen geben, liegt aber noch deutlich vor Ronaldo (0,95).

FC Bayern aktuell erfolgreicher als Barca und Juve

Für die Auszeichnung als Weltfußballer ist auch der Teamerfolg entscheidend. Hier hat Lewandowski gegenüber Messi die Nase vorn: Bayern ist bereits Meister und Pokalsieger. Messi hat mit Barca vier Spieltage vor Schluss nur Außenseiterchancen auf den Titel in der spanischen La Liga und ist bereits aus dem Pokal ausgeschieden.

Ronaldo hat dagegen beste Chancen auf den Meistertitel in Italien. Acht Spieltage vor Schluss hat Juventus an der Tabellenspitze ein Polster von sieben Punkten gegenüber dem SSC Neapel. Im Pokalfinale hatte Neapel aber im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich.

Weltfußballer: Entscheidung in der Champions League

Letztendlich wird es wahrscheinlich darauf ankommen, wie die drei Superstars in der Champions League abschneiden. Bayern hat nach dem 3:0-Erfolg gegen den FC Chelsea im Hinspiel beste Karten fürs Weiterkommen. Barcelona (1:1 in Neapel) und Juventus (0:1 in Lyon) müssen dagegen noch etwas mehr um den Viertelfinal-Einzug bangen.

Sollte Lewandowski seine fabelhafte Form auch in der Königsklasse fortsetzen, sind die Bayern ein ernsthafter Kandidat für den Henkelpott. Wenn die Münchner am 23. August in Lissabon zum Champions-League-Sieger gekrönt werden oder selbst wenn sie es im Wettbewerb zumindest weiter schaffen als Barca und Juve, kann der Welfußballer eigentlich nur Robert Lewandowski heißen.

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