Begehrter Nationalspieler Timo Werner zum FC Bayern? Jetzt spricht der RB-Leipzig-Boss

Bald gemeinsam für den FC Bayern? Trainer Niko Kovac (li.) und RB-Leipzig-Star Timo Werner. Foto: imago/Jan Huebner

Timo Werner befeuert selbst die Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern. Doch RB Leipzig will den Schwaben nicht kampflos ziehen lassen. Der Geschäftsführer nennt Gründe für einen Verbleib in Sachsen – und tut das ausgerechnet in München.

München - So offen und offensiv hat sich selten ein Spieler beim FC Bayern ins Gespräch gebracht: Timo Werner von RB Leipzig.

Auch FC Liverpool scoutet Timo Werner

"Wenn man in Deutschland bleiben will, gibt es eigentlich von Leipzig aus nur einen Klub, zu dem man wechseln kann", hatte der 22-jährige Stürmer nach dem 0:1 der Sachsen in München bei "Sky" gesagt. Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte sich wiederum nicht abgeneigt gezeigt. Und nach AZ-Informationen ist auch der FC Liverpool nachhaltig an einer Verpflichtung des jungen Schwaben interessiert.

RB Leipzig aber hat - Stand jetzt - gar keine Interesse daran, den Angreifer ziehen zu lassen. Das bekräftigte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff an diesem Sonntag – und nannte Gründe, warum Werner seiner Meinung nach weiter bei RB bleiben könnte. (Lesen Sie auch: Hasan Salihamidzic schwärmt von Timo Werner)

"Er saß beim VfB Stuttgart seine letzten vier, fünf Spiele nur auf der Bank. Manche haben gelacht, als wir ihn damals (Sommer 2016, d. Red.) für zehn Millionen Euro geholt haben", sagte Oliver Mintzlaff im "CHECK24 Doppelpass" bei "Sport1": "Timo hat Vertrag, das ist Fakt. Wir werden einen Teufel tun, und uns nicht jede Woche neu mitteilen."

RB Leipzig hat Timo Werner ein Angebot gemacht

Fakt sei weiter, erklärte Mintlaff, dass RB dem dynamischen Angreifer "ein Angebot auf den Tisch gelegt" habe – Mintzlaff dazu: "Wir sind in Gesprächen, wollen natürlich mit Timo verlängern." So hätten die Leipziger Werner klar aufgezeigt, "warum wir weiter der richtige Verein für ihn sind, in dem er sich weiterentwickeln kann", sagte der 43-Jährige und argumentierte: "Wir bekommen nächstes Jahr mit Julian Nagelsmann einen der spannendsten Trainer."

"Stand heute" sei Werner "unverkäuflich, morgen auch noch", erklärte der Leipzig-Boss und verwies auf das Beispiel Robert Lewandowski: "Vielleicht kann man ähnlich wie Dortmund sagen, er bleibt." Der BVB hatte einst auf eine Ablöse verzichtet, und den polnischen Torjäger erst 2014 statt - wie von diesem gewünscht - schon 2013 nach München ziehen lassen.

"Ich sehe keine große Notwendigkeit für Timo Werner, jetzt zu wechseln", sagte Mintzlaff und kündigte kampfeslustig an: "Wir werden die Gespräche fortsetzen. Was wir in die Waagschale legen, ist extrem viel. Er weiß, dass er sich bei uns weiterentwickeln kann und welcher Trainer kommt."

Meinte Timo Werner nicht den FC Bayern?

Für Mintzlaff ist weiter nicht gesichtert, dass der schwäbische Stürmer mit seinem Zitat in der Allianz Arena den FC Bayern meinte. Mintzlaff: "Vielleicht meint er damit ja auch Borussia Dortmund?" Eine Beobachtung, die in derselben Expertenrunde TV-Kult-Kommentator Marcel Reif teilte: "Ich halte Borussia Dortmund ganz sicher für einen Interessenten."

Der Poker um Timo Werner – er hat längst begonnen.

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