Bayern-Präsident über Trainer Hoeneß erneuert Versprechen an Kovac - für Wochen

, aktualisiert am 08.11.2018 - 09:31 Uhr
Die Mächtigen beim FC Bayern: Präsident Uli Hoeneß (l.) und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Foto: firo/Augenklick

Am Samstag steht das Liga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund an. Vor dem Duell stapelt Präsident Uli Hoeneß tief und spricht den Schwarz-Gelben die Favoritenrolle zu.

München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) den Rücken gestärkt.

Seine Aussage von Anfang Oktober, er werde Kovac "bis aufs Blut" verteidigen, habe nach wie vor Gültigkeit, sagte Hoeneß nach dem 2:0 (1:0) in der Champions League gegen AEK Athen: "Daran hat sich nichts geändert, meine Aussagen gelten nicht nur für zwei, drei Wochen."

Hoeneß: Bayern nicht als Favorit nach Dortmund

Hoeneß warb um Verständnis für die aktuellen Schwächen des deutschen Rekordmeisters. "Wir haben eine Mannschaft, die im Umbruch ist, einen jungen Trainer, der sich hier reinarbeiten muss. Da muss man ein bisschen Geduld haben", sagte er.

Tabellenführer Dortmund sei gegen den Dritten aus München deshalb Favorit, betonte Hoeneß, "man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bisher eine sehr, sehr gute Saison gespielt, gar keine Frage. Wir fahren zum ersten Mal seit langer Zeit als Außenseiter nach Dortmund."

Keine Meisterschaft? - "FC Bayern wird nicht untergehen"

Derzeit hat Dortmund einen Vorsprung von vier Punkten auf den FC Bayern – mit einem Sieg im Topspiel wären es also sogar schon sieben Zähler. Für Hoeneß trotzdem kein Grund zur Beunruhigung: "Die Saison hat gerade erst angefangen. Meines Wissens sind erst zehn Spiele gespielt", erinnerte der Präsident. Was passiert allerdings, wenn der Ligarivale am Ende tatsächlich die Meisterschaft holt und der Abo-Meister aus München leer ausgehen würde? "Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt. Die Meisterschaft würden wir gerne immer haben, aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen", so Hoeneß.

Der Präsident äußerte sich ebenfalls zur jetzt schon legendären Wut-Pressekonferenz der Bosse vor einigen Wochen. Hoeneß stellte klar, dass er das Vorgehen "im Wesentlichen" auch bei einem weiteren Mal genauso beibehalten würde. Allerdings mit einer Ausnahme: "Es hat mir sehr leid getan, Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen."

Auch Kovac (47) sieht den BVB im Vorteil. "Sie sind leichter Favorit, weil sie zu Hause spielen", sagte der Coach: "Gegen Dortmund müssen wir uns sicherlich noch steigern, aber das wird ein ganz anderes Spiel. Dortmund spielt auch nach vorne, das wird uns Räume öffnen und die Möglichkeit geben, Tore zu erzielen."

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