Bausubstanz zerfällt Alter Flughafen Riem: Stadt will Kopfbau selbst sanieren

Hier haben schon Veranstaltungen stattgefunden. Gerade steht der Kopfbau in Riem allerdings leer. Foto: Daniel von Loeper

Die Relikte des alten Flughafens vergammeln, nun wird ermittelt, was es kostet, das zu ändern.

 

Riem - Es wäre eigentlich der perfekte Treffpunkt für das Viertel: Der Kopfbau an der Zuschauertribüne des ehemaligen Flughafens Riem. Doch die Bausubstanz zerfällt seit langem. Auf den Tribünen befindet sich inzwischen sogar ein Biotop. Und im Kopfbau schwirrt so viel Schimmel herum, dass dort nichts stattfinden kann.

2005 war der Kopfbau schon einmal ertüchtigt worden, doch seit 2014 passiert hier nichts mehr. Alle Versuche, das Gebäude zu beleben, sind gescheitert. Erst vor Kurzem hat sich die gemeinnützige Startstark zurückgezogen, die den Kopfbau auf eigene Kosten sanieren und dann nutzen wollte – die Vertragsverhandlungen zogen sich zu lange hin.

Denkmalgeschützte Bauwerke sollen erhalten bleiben

Die Stadt hat daraus nun Konsequenzen gezogen und gestern verkündet, selbst sanieren zu wollen. Der Stadtrat hat das Kommunalreferat beauftragt, zu ermitteln, wie viel es kosten würde den Kopfbau und angrenzende Tribüne zu sanieren. Dabei geht es nicht um den großen Wurf, sondern eine Mindestsanierung. Die denkmalgeschützten Bauwerke aus den späten 1930er Jahren sollen vor allem vorm Einsturz bewahrt und vom Schimmel befreit werden. Außerdem soll im Kopfbau eine beheizbare Bodenplatte eingebaut werden.

Ziel ist, bis September zumindest den Freibereich vor dem Kopfbau so instand zu setzen, dass sich die Bürger hier gerne aufhalten. Ein entsprechender Bauantrag wurde bereits eingereicht.

 

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