Münchner Messe-Chef bleibt noch drei Jahre

Messe-Chef Klaus Dittrich vermeldet Erfolgszahlen, nennt Probleme – und kündigt seinen Rückzug an.
| Gaby Mühlthaler
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Die Messe München boomt: Blick aufs Bauma-Gelände im März.
Bernd Wackerbauer Die Messe München boomt: Blick aufs Bauma-Gelände im März.

München - Messe-Chef Klaus Dittrich bleibt noch drei Jahre im Amt. Das verriet er am Rande seiner Jahres-Pressekonferenz. Bis Mitte 2022 wird er die Geschäfte des Unternehmens noch führen. "Ich wurde darum gebeten und mache es gerne. Dann bin ich 67, dann ist es auch mal gut!"

Messe München: Klaus Dittrich vermeldet Erfolgszahlen

Dittrich konnte wieder stolz Erfolge vermelden. Der Konzernumsatz der Messe sei seit dem Umzug nach Riem vor 20 Jahren von 179 Millionen Euro auf 450 Millionen Euro, die 2019 geplant sind, gewachsen. Mit 417,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr wurde der höchste Umsatz in einem Jahr ohne Bauma erwirtschaftet. 2019 setzt die MMG mit der größten Bauma aller Zeiten noch eins drauf – 450 Millionen Euro Umsatz sind heuer das Ziel. Ein Meilenstein fürs Unternehmen: die Ablösung der Gesellschafter-Darlehen für das neue Messegelände in Höhe von 520 Millionen Euro. "Das zeigt die Wirtschaftskraft der Messe München, die sich als eigenständiges Unternehmen im globalen Wettbewerb behaupten wird", so Dittrich.

Bilder vom Aufbau: Hier entsteht die "bauma"

Nach Abschreibung und Steuern liegt der Gewinn 2018 bei 114,2 Millionen Euro. Bankkredite für den Bau des Geländes sollen in 20 Jahren getilgt sein. Dittrich verweist auf das immer wichtigere Auslandsgeschäft, das zuletzt schon 30 Prozent des Konzernumsatzes brachte und Kunden nach München zieht. Auch die Digitalisierung hat die Messe nicht verschlafen: ISPO Digitize Summit ist die erst Digital-Plattform für die Sportartikelbranche, die Command Control eine europäische Plattform zum Thema Cybersecurity, 2020 ist Ähnliches für die Baubranche geplant.

Zusätzliche Fläche für die Münchner Messe?

Im weltweiten Ranking nimmt die Messe inzwischen Platz 5 der umsatzstärksten Messegesellschaften ein, in Deutschland steht sie hinter Frankfurt auf Platz 2. Das dortige Gelände ist aber rund doppelt so groß.

Auch die MMG würde gern ausweiten, allein zur Bauma fehlte für 500 Interessenten die Fläche. Dittrich ist zuversichtlich, dass eine Lösung in Sicht ist: "Ich hoffe, wir können 2019 noch Verträge unterschreiben". Wo die zusätzlichen Flächen liegen, verrät der Messechef nicht.

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