Bangen um das Traditions-Kino Münchner SPD will Filmtheater am Sendlinger Tor retten

Paul Nöllke.
Das Filmtheater am Sendlinger Tor wurde 1913 eröffnet. Im Sommer läuft der Pachtvertrag aus. Foto: imago images/Spöttel

Der Pachtvertrag für das Filmtheater am Sendlinger Tor läuft aus. Die SPD will sich im Münchner Stadtrat für die Erhaltung des Kinos einsetzen.

 

München - Das Kino am Sendlinger Tor ist für viele Münchner eine Institution. Als nun bekannt wurde, dass das Kino nach über 100 Jahren Betrieb schließen könnte, war bei vielen der Schock groß. Nun hat die SPD-Fraktion im Stadtrat einen Antrag gestellt, um das Kino zu erhalten.

In dem Antrag, der am Freitag eingereicht wurde, fordert die SPD, dass die Stadt alle "ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten" ausschöpfen solle, um das Kino zu erhalten.

Stadträtin Constanze Söllner-Schaar (SPD) betont die Bedeutung des Kinos für München: "Es ist eine Kino-Institution und bereichert auch das Stadtbild durch seine besonderen, handgemalten Filmplakate." Das Kino wirke wie ein kleiner Opernsaal. Zudem würden in dem Haus wichtige Veranstaltungen stattfinden, unter anderem auch die Verleihung des Kinoprogrammpreises der Stadt.

Hauseigentümer contra Pächter - gibt es Hoffnung für das Filmtheater?

Lange gab es Gerüchte, dass das Kino am Sendlinger Tor schließen könnte. Nun droht der Pachtvertrag Ende Juni auszulaufen. Der Grund: ein Streit um Geld zwischen den Hauseigentümern und dem Pächter.

Erst im letzten Jahr mussten zwei Münchner Traditionskinos den Betrieb einstellen: Das Gabriel Filmtheater, das wohl älteste Kino der Welt, schloss um Ostern. Kurz darauf mussten auch die Kinos Münchner Freiheit schließen. Die SPD will nun verhindern, dass das Filmtheater am Sendlinger Tor das nächste wird.

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