Band präsentiert Löwen-Song "Lustfinger"-Frontmann im AZ-Interview: "1860 ist Punkrock, Bayern eher Celine Dion"

Die Band "Lustfinger" hat einen neuen Song für die Löwen gemacht - die AZ hat mit Frontmann Tom Fock gesprochen. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Band "Lustfinger" präsentiert einen neuen Löwen-Song. Hier spricht Frontmann Tom Fock.

 

München - Tom Fock ist Frontmann der Punkrockband "Lustfinger", die am Freitag ihren Löwen-Song "Hoch die Schals" präsentiert.

AZ: Herr Fock, was haben Sie schon als kleiner Bub an Vaters Hand gesehen?
TOM FOCK: Die Spiele der Löwen natürlich – und Siege, wie es in unserem Fansong "Löwenmut" so schön heißt! Der Witz ist: Ich habe eine Erinnerung im Kopf, als ich als ganz kleiner Bub an der Hand von Sechzigs Torhüter-Legende Petar Radenkovic ins Stadion gelaufen bin. Sonst kann ich mich kaum an diese frühen Jahre erinnern. Aber der "Radi" und die Löwen haben sich gleich in mein Hirn eingebrannt.

Der TSV 1860 eröffnet die Saison am Freitagabend (19 Uhr/AZ-Liveticker und Magenta Sport) gegen Preußen Münster, vor Anpfiff dröhnt ein neues Lied Ihrer Band "Lustfinger" aus den Boxen. Was können Sie uns darüber sagen?
Der Song heißt "Hoch die Schals" und ich hoffe, dass ihn die Löwen-Anhänger genauso gut finden wie wir. Es ist eine balladeske Hymne, die – wie man sich unschwer vorstellen kann – von der Liebe zu den Löwen handelt.

Fock: Neuer Löwen-Song ist "auf jeden Fall gut grölbar"

Hätten Sie eine Textzeile für uns?
"Wir beide gehören zusammen wie Pech und Schwefel, Hand in Hand. In jedem Augenblick denk’ ich mit Stolz zurück, dass ich als Kind schon in der Kurve stand." Und der Refrain geht so: "Hoch die Schals, hoch die Schals, komm lasst die Fahnen der Löwen wehen!"

Sehr pathetisch, was Sie da geschrieben haben.
Klar, und auf jeden Fall gut grölbar.

Ihre Band Lustfinger zählt zu den ältesten Punkrock-Bands Deutschlands. Wie sehr rockt denn der Löwe momentan?
Für mich als Löwenfan natürlich sehr, obwohl wir "nur" in der Dritten Liga spielen. Ich habe vor ein paar Jahren mal gesagt: Sechzig ist Punkrock, der pompöse FC Bayern eher Celine Dion. Daran hat sich nichts geändert. Über Haching könnte man noch sagen: So weit draußen scheppert gar nix (lacht).

Fock: Gebhart und Mölders "rocken Sechzig"

Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer hat mal gesagt, Sechzig brauche mehr Rock ‘n’ Roll.
Eine etwas verunglückte Ansage damals. Ich finde: Sechzig ist Kult! Auf dem Rasen rockt momentan vor allem einer: Sascha Mölders. Der ist ein Pfundskerl. Und unser Rückkehrer Timo Gebhart dazu, wenn er fit ist. Die beiden rocken Sechzig!

Warum gibt es Ihren Song heute nicht auch als Live-Version auf Giesings Höhen?
Sagen wir es mal so: Wir haben das nicht gerade forciert. Wir haben früher gerne mal was mit Sechzig gemacht. Momentan ärgert mich, dass trotz der riesengroßen Fanbase vieles im Argen liegt. Das ist halt Sechzig. Was mich momentan am meisten nervt: Dieser Anthony Power verklagt die Fans, weil sie das Löwen-Logo verwenden. Wie unverfroren muss man denn sein? Die Fans repräsentieren ihren Verein mit Stolz. Wir haben auf dem Cover für die CD von "Hoch die Schals" die Logos entfernt. Nicht, dass wir auch noch verklagt werden. Sechzig lebt doch von seiner Anhängerschaft, von Ehrenamtlichen – und von Verrückten wie uns, die 1860 trotz allem ins Herz geschlossen haben.

 

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