AZ-Serie der Ex-Löwen - Teil 9 Lumor Agbenyenu: Steiler Aufstieg

, aktualisiert am 02.02.2018 - 18:04 Uhr
Nur ein halbes Jahr ein Löwe: Der ghanaische Abwehrspieler Lumor, hier mit Ex-1860-Trainer Vitor Pereira. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Drittteuerster Kader der Zweiten Liga, fünf Winter-Neuzugänge und Startrainer Vitor Pereira: Der TSV 1860 wollte durch hohe Investitionen den Aufstieg erzwingen – es folgte der tragische Abstieg und die Ex-Löwen sind in aller Welt zerstreut. Die AZ zeigt, wie das letzte Halbjahr bei den einzelnen Akteuren gelaufen ist. Heute im Fokus: Lumor.

München - Er galt als eines der "Mitbringsel" von Vitor Pereira: Lumor, Linksverteidiger aus Ghana, wechselte in der vergangenen Saison zur Winterpause leihweise vom portugiesischen Klub Portimonense an die Grünwalder Straße. Phasenweise konnte der junge Abwehrspieler sein Talent durchaus aufblitzen lassen, er erzielte in seinen 19 Einsätzen für Sechzig zwei Treffer.

Pereira ließ ihn in sämtlichen Partien über 90 Minuten auflaufen und verschaffte ihm auf der linken Seite den Vorzug vor Maximilian Wittek, was im Verein nicht von allen Seiten befürwortet wurde. Weder insgesamt, noch in den Relegationsspielen gegen den SSV Jahn Regensburg (1:1, 0:2) konnte Lumor trotz einiger starker Partien mit konstant guten Leistungen bestechen und verließ die Sechzger nach dem Abstieg wieder: Mission gescheitert.

Lumor: Stammspieler bei Portimonense

Der 21-Jährige kehrte dorthin zurück, von wo er an die Isar gewechselt war: nach Portimonense in die höchste portugiesische Spielklasse. Dort avancierte der sechsfache ghanaische Nationalspieler schnell zu, Stammspieler (17 Einsätze, ein Assist), verpasste wegen einer Fußverletzung nur zwei Spiele.

Lumor verhielt sich bei den Sechzgern stets professionell, die Sprachbarriere und die angespannte Situation im Abstiegskampf sorgten selbstredend nicht dafür, dass der technisch beschlagene Akteur sein Potenzial voll entfalten konnte.

Wechsel zu Sporting Lissabon

Letzten Endes geht der Afrikaner als Spieler in Sechzigs Historie ein, der mit den Löwen den Aufstieg in die Bundesliga schaffen wollte und sich nach dem Desaster wieder in bereits bekanntes Terrain verabschiedete.

Seine Karriere scheint allerdings nun Fahrt aufzunehmen: Der 20-Jährige wechselte Ende Januar zu Sporting Lissabon - für satte 2,5 Millionen Euro! Nun kann er beim portugiesischen Spitzenklub beweisen, was er drauf hat - und wohin sein Weg noch führt.

 

8 Kommentare

Kommentieren

  1. null