AZ-Kommentar Wahlkampf: Beste Bedingungen für die Grünen in München

OB-Kandidatin Katrin Habenschaden belegt den ersten Listenplatz der Grünen. Foto: Sigi Müller

AZ-Lokalchef Felix Müller kommentiert die Situation der Grünen im Wahlkampf.

 

München - Die SPD bundesweit im desaströsen Umfragetief, das Land in Debatten um verdammenswerte Flugreisen und blöde Plastiktüten. Die Stadt nah am Verkehrsinfarkt – und immer geprägter von gut ausgebildeten und gut verdienenden Zuzüglern.

Dazu eine Kandidatin, die Lust versprüht auf Debatten um die Zukunft der Stadt. Die Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein für die Grünen im beginnenden Wahlkampf.

2020 könnte Grünen-Höhenflug enden: Wieder Schwarz-Rot?

Dazu kommt: Katrin Habenschaden hat die Partei hinter sich, viel mehr als Sabine Nallinger, die 2014 mit dem damaligen Grünen-Bürgermeister persönlich zerstritten war und darüber hinaus immer ein wenig mit der Basis fremdelte. 2019 wirken die Grünen noch jünger als in der Vergangenheit. Trump, AfD, Fridays for Future: Es sind die großen Themen, die junge Leute in der Großstadt zu den Ökos treiben. Die anderen Parteien müssen jetzt versuchen, die Grünen in der Debatte zu stellen. Schließlich profitieren die Ökos mehr von einem Gefühl, als dass sich viele Wähler schon mit stadtpolitischen Konzepten auseinandergesetzt hätten.

2020 könnte der Münchner Grünen-Höhenflug eh deprimierend enden. Gut möglich, dass es für Grün-Rot nicht reicht und OB Dieter Reiter wieder keine Lust hat, kleine Partner für Grün-Rot-plus-X zu suchen. Vielleicht regiert Schwarz-Rot am Ende doch weiter. Trotz allem.

 

37 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading