AZ-Kommentar Stadtflucht: Höchste Zeit für eine Kraftanstrengung

Viele junge Familien flüchten aus Großstädten wie München. Ein bedenklicher Trend, findet AZ-Korrespondent Claus Schöner. Foto: dpa

AZ-Korrespondent Claus Schöner zur Stadtflucht junger Familien.

 

Es ist ein bedenklicher Trend, der in Deutschland zu beobachten ist: Viele Städte werden mit weniger "normalen Leuten" und einem sinkenden Anteil an Kindern und jungen Menschen immer weniger lebenswert. Längst ist die Lage selbst außerhalb der Stadtgrenzen vielerorts angespannt. Wo das Leben bis vor Kurzem noch erschwinglich war, tun sich Familien mit Durchschnittseinkommen mittlerweile oftmals schwer.

Fehlende Unterstützung: "Sozialer Frieden steht auf dem Spiel"

Wichtig wäre es, Familien dabei zu unterstützen, damit sie irgendwann in eigene vier Wände ziehen können. Aber selbst außerhalb der Städte wächst der Kapitalbedarf und lässt manchen Traum vom Eigenheim platzen. Viel wird über bezahlbares Bauen und Wohnen geredet, auch am Donnerstag im Bundestag. Doch passiert ist in den vergangenen Jahren zu wenig. Es wird höchste Zeit für eine nationale Kraftanstrengung. Setzt sich die Entwicklung fort, steht der soziale Friede auf dem Spiel.

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