AZ-Kommentar Kovac-Entlassung: Der letzte Dienst von Uli Hoeneß

Schlimmes Ende seiner Zeit in München: Niko Kovac ist seit Sonntag nicht mehr Bayern-Trainer. Foto: sampics/Augenklick

Der FC Bayern-Reporter Maximilian Koch der AZ über die Entlassung von Niko Kovac.

 

Am 15. November hält Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern seine letzte große Rede. Der scheidende Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende hat sich sein Ende anders vorgestellt – er wollte auf dieser großen Bühne in der Olympiahalle ganz sicher nicht über das Aus von Niko Kovac sprechen. Das wird er jetzt aber müssen, zumindest in einigen Nebensätzen.

Hoeneß hat bis zuletzt an Kovac festgehalten – im Gegensatz zu Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der die schlechte Entwicklung unter dem Ex-Coach stets kritisch verfolgte, ihn gern schon früher entlassen hätte. Die 1:5-Klatsche in Frankfurt und der bislang so enttäuschende Saisonverlauf haben nun auch bei Hoeneß zu einem Umdenken geführt. Endlich. Ein Trainer, der mit wichtigen Spielern seiner Mannschaft im Clinch liegt, dessen taktische Vorgaben intern angezweifelt werden, ist kaum zu retten.

Ein Trainer, dem die Ergebnisse fehlen und dazu noch ein spielerischer Plan, ist schon gar nicht zu retten. Hoeneß hat dem FC Bayern mit diesem Okay zur Kovac-Trennung einen letzten Dienst erwiesen. Es war ein unvermeidlicher, ein richtiger Schritt.

 

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