Augustiner Bräustuben im Westend Ein g'scheites Bier

Biergarten-Atmosphäre: die Dachterrasse der Augustiner Bräustuben - die werden sogar vom neuen Lonely Planet empfohlen. Foto: Sigi Müller

 Gerade tobt ein zünftiges Fest im Hof – ansonsten sitzen die Gäste bei Sonnenschein am liebsten auf dem Dach der Augustiner Bräustuben.

 

Genaue Beobachter können es von der Landsberger Straße aus sehen: Das Dach der Augustiner-Brauerei ist von Schirmspitzen gekrönt. Dort sitzen an warmen Tagen die Gäste der Bräustuben, bei Schweinsbraten, Knödelgeröstetem und einem kühlen Hellen. „Unser Augustiner Bräustüberl lebt davon, dass wir ein g’scheites Bier ausschenken“, sagt Wirt Markus Vogl.

Augustiner eben: Das Bier, das seit 1885 in den Backsteinbauten gebraut wird, vom Edelstoff zu Saisonbieren.

Eingekehrt wurde hier immer schon; früher waren es die Bierkutscher nach getaner Arbeit, seit 1994 gibt es das Bräustüberl für alle, eine große Bierhalle, durch die Kellnerinnen im schwarzen Dirndl flitzen. Dass hier früher die Pferde unterstanden, zeigt der Blick durchs Fenster in einen Seitenflügel: Wo in der Bräustuben Tische zwischen den Säulen stehen, sind dort noch Stallungen angebracht.

Auf die Dachterrasse gelangen Wissende über die Treppe am Ende der Halle. Oben wartet Biergarten-Feeling, geht es gemütlicher zu als bei den Tischen draußen an der Landsberger Straße. Noch ist der Platz über der alten Schmiede ein Geheimtipp, auch wenn die Stammgäste ihn seit drei Jahren kennen, eben seit es diese Frischluft-Plätze gibt.

Der alteingessesene Münchner kommt genauso wie der Tourist als Japan, und viele schleppen ihren Besuch hierher, um ihnen bayerisches Essen, das Bier und die Wirtshauskultur zu zeigen – immer gern genommen ist etwa die Braumeisterpfanne mit Maultaschen und gegrillten Schweinelenden, Fleischpflanzerl, Semmelknödeln und Rahmschwammerln (8,50 Euro).

Die fairen Preise, das Bier und das Flair locken viele regelmäßig her. „Wir haben 83 Stammtische, von den Eisenbahnern bis zu jungen Leuten, die einen gegründet haben“, sagt Markus Vogl. Montags, wenn es sieben verschiedene Hendlgerichte zu jeweils 5,95 Euro gibt, geht es voll und laut zu in der Bräustuben.

Im Moment spielt die Musik aber draußen: Sie kommt von der Liveband, die auf der Bühne im Innenhof steht. Dort findet seit gestern, heute und am Sonntag noch das Hoffest statt (1. bis 3. Juli): Den Liter Augustiner vom Holzfass gibt’s für 5,10 Euro, das Spanferkel vom Grill mit Kartoffelknödel und Speckkrautsalat kostet 10,90 Euro. So wird bodenständig-zünftig gefeiert – abgehoben ist nur die Dachterrasse.


 Landsberger Straße 19, täglich 10 bis 24 Uhr, www.braeustuben.de, Tel.: 507047

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