Auch Dortmund ist dran FC Bayern lockt: Hasenhüttl begehrt wie nie

Leistet bei RB Leipzig gute Arbeit: Ralph Hasenhüttl. Foto: firo/Augenklick

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl soll nicht nur bei Borussia Dortmund, sondern auch beim FC Bayern im Fokus stehen. Zehn Millionen Euro Rekordablöse?

 

Leipzig/München - Der aktuelle Bayern-Trainer Jupp Heynckes? Will im Sommer, mit dann 73 Jahren, endlich in die verdiente Rente. Thomas Tuchel, der logische Nachfolger? Hat eher Lust aufs Ausland, nachdem die Bayern-Führung zu lange brauchte, um geschlossen hinter seiner Verpflichtung zu stehen.

Als Kandidat Nummer drei für den Trainerjob für die neue Saison kristallisiert sich nun ein anderer Coach heraus: Ralph Hasenhüttl.

Nicht nur die Bayern, sondern auch Borussia Dortmund, das unter Peter Stöger spielerisch in der Sackgasse steckt, soll aktuell um den Österreicher buhlen.

Hasenhüttls derzeitiger Arbeitgeber hofft auf seine Vertragsunterschrift – oder zumindest auf eine saftige Entschädigung. Die Bild spekuliert über eine Rekordablöse von zehn Millionen Euro. Ralph, der Begehrte.

Hasenhüttl: Zielstrebig die Karriereleiter hoch

Hasenhüttl (50) hat sich bewusst noch nicht zu einer weiteren Zusammenarbeit mit RB bekannt. Natürlich hat auch er registriert, dass bei den beiden größten deutschen Klubs die Trainerposten zur kommenden Saison vakant sind. Hasenhüttl ist ehrgeizig, der frühere Stürmer ist in seiner Trainerkarriere zielstrebig die Karriereleiter hochgeklettert: Unterhaching, Aalen, Ingolstadt, Leipzig.

In dieser Hinsicht wäre der nächste logische Schritt der FC Bayern. "Wenn wir irgendwann einmal einen deutschsprachigen Trainer suchen sollten", hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß bereits im Dezember 2016 gesagt, "gehört er mit Sicherheit zu den drei Kandidaten, über die man nachdenken muss."

In Tuchel ist der erste Kandidat abgesprungen, in Julian Nagelsmann hat sich ein zweiter in Hoffenheim etwas entzaubert. Bleibt eigentlich nur noch Hasenhüttl...

Gerland ein großer Fürsprecher von Hasenhüttl

Er selbst hatte einen Wechsel zum Branchenprimus vor einiger Zeit zwar noch als abwegig bezeichnet, weil er "noch nicht die internationale Erfahrung" besitze und die "unabdingbar" sei, um "Trainer eines Formats FC Bayern zu werden". Doch seitdem hat er Leipzig in der Premierensaison bis ins Viertelfinale der Europa League geführt, auch die Gruppenphase in der Champions League verlief alles andere als enttäuschend.

Und in der Bundesliga ist der Vizemeister trotz Doppelbelastung weiter auf Tuchfühlung zur Königsklasse.

Dass Hasenhüttl mit Leipzig kürzlich die Münchner auch dank einer taktischen Überraschung (Dreier-Abwehrkette) mit 2:1 besiegte, dürfte ihn für die Bayern-Bosse nur noch interessanter gemacht haben. Ein weiteres Plus: Der gebürtige Grazer bringt "Stallgeruch" mit. Seine Spielerkarriere ließ er von 2002 bis 2004 bei den Bayern-Amateuren ausklingen. Der damalige Reserve-Trainer Hermann Gerland, heute Co-Trainer unter Jupp Heynckes, ist ein großer Fürsprecher des Leipzigers.

Hasenhüttl: Leipziger Harmonie schwindet

Bei RB ist Hasenhüttl noch bis 2019 gebunden, doch Sportdirektor Ralf Rangnick soll intern bereits ausgeschlossen haben, mit dem Trainer ohne Vertragsverlängerung ins letzte Vertragsjahr zu gehen. Aussagen wie die von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, dass in manchen Spielen "unsere DNA" gefehlt habe und dass "nicht immer alles rosarot" sei, lassen vermuten, dass Vereins- und Trainerphilosophie nicht mehr so prächtig miteinander harmonieren wie noch im ersten Jahr. Hasenhüttl hat den Leipziger Vollgasfußball etwas ausgebremst, mehr Wert auf Ballbesitz und Kontrolle gelegt. Ein Stil, der in München obligatorisch ist.

Und was spricht für Dortmund? Der Schritt von Leipzig zum BVB wäre ein kleinerer, der Kader lässt auch das aggressive Pressing als taktische Grundidee zu. Hasenhüttls Verhältnis zu BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ist gut, beide unterhielten sich kürzlich angeregt beim gemeinsamen Besuch beim österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Sollten die durch die Tuchel-Absage getriebenen Bayern in der Personalie Hasenhüttl Ernst machen, dürften Dortmund und Leipzig aber keine Chance haben.

Lesen Sie hier: Deutschsprachige Lösung? Hasenhüttl ist der Matthäus-Favorit

 

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