Ärger wegen Behandlung FC-Bayern-Star Jérôme Boateng: Führte diese Szene zum DFB-Rauswurf?

13. Oktober 2018: Jérôme Boateng klagte nach der Niederlage gegen die Niederlande über muskuläre Beschwerden. Es sollte sein letztes Länderspiel sein. Foto: GES/Augenklick

Kam die DFB-Ausbootung von Bayern-Star Jérôme Boateng gar nicht so überraschend, wie anfangs angenommen? Einem Medienbericht zufolge soll es zwischen dem Verteidiger und dem Verband schon länger gebrodelt haben.

München - Die Bayern-Stars Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller gehören nicht mehr zur deutschen Nationalmannschaft. Für viele kam diese Entscheidung plötzlich, Zeitpunkt sowie Art und Weise der Ausbootung durch Joachim Löw wurden kritisiert.

Jetzt stellt sich heraus: Zumindest zwischen Boateng und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) soll es schon vor der Entscheidung des Bundestrainers gebrodelt haben – das berichtet die "Sport Bild" (Mittwochsausgabe). Der Grund dafür soll einige Monate zurückliegen.

Boateng: Ärger um Physio-Behandlung

Am 13. Oktober 2018 traf Deutschland im Rahmen der UEFA Nations League auf die Niederlande (0:3) – Boateng spielte durch, klagte anschließend aber über muskuläre Probleme. Der 30-Jährige wollte sich von Christian Huhn, Physiotherapeut beim FC Bayern, behandeln lassen. Doch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff soll das abgelehnt haben.

Der Grund: Huhn war jahrelang für den DFB tätig, trat nach der verkorksten Weltmeisterschaft 2018 in Russland allerdings zurück. "Auch auf mehrmalige Nachfrage von Boateng durfte Physio Huhn, der im Team hoch angesehen ist, nicht zurückkehren", schreibt die "Sport Bild".

Deswegen reiste Boateng vorzeitig ab und ließ sich in München von Huhn behandeln. Zwei Tage später konnte er wieder trainieren, beim Spiel gegen Frankreich (1:2) fehlte der angeschlagene Innenverteidiger deswegen. Über die eigenwillige Abreise und die Behandlung in München soll man beim DFB indes wenig erfreut gewesen sein. Der Verband teilte damals mit, dass Boateng wegen Wadenproblemen aus Amsterdam abgereist sei und nicht gegen Frankreich spielen könne. Nicht aber, wie die Abreise ablief.

Löw soll Boateng Hoffnungen gemacht haben

Für die darauffolgenden Spiele im November gegen Russland (3:0) und die Niederlande (2:2) wurde Boateng von Löw nicht mehr nominiert. Beide sollen ein Telefonat geführt haben, in dem Löw Boateng über seine Entscheidung informierte. Damals soll er dem Verteidiger allerdings noch Hoffnungen gemacht haben, dass er im März wieder im Kader steht.

Doch es kam anders: Die Niederlande-Partie sollte das letzte Länderspiel für Jérôme Boateng sein.

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