Abgang beim FC Bayern Hasan Salihamidzic verplappert sich wegen Sebastian Rudy: "Habe es erlaubt"

, aktualisiert am 16.08.2018 - 06:06 Uhr
Hasan Salihamidzic, Sportdirektor beim FC Bayern, hat bestätigt, dass es ein Treffen zwischen Sebastian Rudy und Schalke-Trainer Domenico Tedesco gegeben hat. Foto: Marius Becker/dpa

Der Abgang von Sebastian Rudy beim FC Bayern ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Und des Abnehmers. Jetzt kann Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic etwas nicht für sich behalten.

München/Hamburg - August ist für gewöhnlich die Zeit, in der der Transfermarkt richtig heiß läuft. So auch beim FC Bayern. Arturo Vidal ist bereits weg. Ein weiterer Mittelfeldspieler soll noch folgen, wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ständig wiederholt und bekräftigt.

Rudy hat unter Kovac kaum Chancen

Es gibt quasi keine Zweifel daran, dass es sich bei besagtem Mittelfeldspieler um Sebastian Rudy handeln soll. Der 28-jährige Schwabe hat unter Neu-Coach Niko Kovac wohl keine Zukunft mehr in München.

Nachdem zuerst die "Leipziger Volkszeitung" berichtet hatte, dass Rudy bei RB Leipzig vorbeigeschaut hat, schrieb die "Bild" nun von einem Treffen zwischen dem (Noch-) Bayern-Profi und Trainer Domenico Tedesco vom FC Schalke.

Salihamidzic bestätigt Treffen

Der Schalker Trainer hatte am Tag danach aber offengelassen, ob seine Reise in die bayerische Landeshauptstadt im Zusammenhang mit einem möglichen Rudy-Wechsel stand. "Wir waren in München, das ist Tatsache. Alles andere sind Spekulationen, an denen wir uns niemals beteiligen werden", erklärte er am Mittwoch in Gelsenkirchen. Tedesco war am Dienstag zusammen mit seinem Co-Trainer Peter Perchtold und Video-Analyst Lars Gerling auf dem Münchner Flughafen gesichtet worden.

Nun hat sich auch Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum Treffen zwischen Rudy und Tedesco geäußert – und sich dabei möglicherweise auch verplappert: "Das ist okay, das habe ich erlaubt. Und deswegen ist das kein Problem", so "Brazzo" vor dem Testspiel des deutschen Rekordmeisters beim Zweitligisten Hamburger SV im Interview mit "Sport1".

Salihamidzic bestätigte also vor laufender Kamera, dass es ein Treffen zwischen dem Schalke-Trainer und dem Bayern-Star gab. Mit Sicherheit ging es dabei um ein mögliches Engagement bei den "Königsblauen". Weitere Details wollte Salihamidzic am Mittwoch aber nicht nennen. "Das was jetzt passiert, auf dem Transfermarkt, das sind interne Sachen. Ansonsten schauen wir mal."

Kovac würde Rudy ziehen lassen

Nach dem Spiel hat sich auch noch Trainer Niko Kovac zur Personalie Sebastian Rudy geäußert – und lässt dabei durchscheinen, dass es durchaus zu einem Wechsel kommen könnte. "Er möchte viel spielen, wir haben viele Mittelfeldspieler. Wir werden sehen, ob es in eine andere Richtung gehen wird", so der Kroate im Interview mit "Sport1". Angesichts der Konkurrenzsituation ergebe es Sinn, "dass sich Sebastian anderweitig orientiert". Laut Kovac werde der FC Bayern Rudy bei seinem Vorhaben keine Steine in den Weg legen.

Spätestens nach diesen Aussagen ist klar: Die Zeichen von Sebastian Rudy beim FC Bayern stehen auf Abschied.

 

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