4:0 gegen Portugal Gnabry führt DFB-Männer ins Halbfinale

Arsenal-Profi Serge Gnabry hätte in der Anfangsphase zweimal seine Mannschaft in Führung schießen können. Kurz vor der Pause traf er dann nach feinem Zuspiel des starken Julian Brandt zu seinem sechsten Turnier-Tor und zum 1:0. Foto: dpa

28 Jahre nach dem Bronze-Gewinn steht die Mannschaft von DFB-Trainer Horst Hrubesch in Brasilia durch ein verdientes 4:0 (1:0) gegen Portugal erneut in einem olympischen Halbfinale.

 

Brasilia - Revanche geglückt - Rio, wir kommen! Die deutschen Fußballer sind durch ein hochverdientes 4:0 (1:0) gegen Portugal eindrucksvoll in das Halbfinale der Olympischen Spiele gestürmt.

In der Mittagshitze von Brasilia zeigte das DFB-Team seine bislang beste Vorstellung im Turnier, zumindest die erhoffte Medaille zum Abschied von Trainer Horst Hrubesch ist zum Greifen nah. "Olympia-Experte" Serge Gnabry (45.+1) mit seinem sechsten Treffer, Weltmeister Matthias Ginter (57.), Davie Selke (75.) und Philipp Max (87.) trafen bei Temperaturen um die 30 Grad für das deutsche Team.

Die DFB-Elf spielt am Mittwoch zunächst in Sao Paulo (13.00 OZ/18.00 MESZ) gegen Nigeria oder Dänemark um den ersehnten Einzug ins Finale in Rio (Samstag, 20. August).

In seinem letzten großen Turnier kann Hrubesch somit Geschichte schreiben: Noch nie hat ein DFB-Team ein olympisches Endspiel erreicht. Bei der letzten Teilnahme deutscher Fußballer 1988 in Seoul gewannen Jürgen Klinsmann und Co. Bronze.

Im mit 45.000 Zuschauern gut gefüllten Mané-Garrincha-Stadion zeigte Deutschland im vierten Spiel innerhalb von zehn Tagen von Beginn an eine starke Vorstellung und nahm erfolgreich Revanche für das bittere 0:5 gegen Portugal im Halbfinale der U21-EM 2015.

Besonders vor der Pause hatte das Hrubesch-Team zahlreiche gute Gelegenheiten und hätte am Ende noch höher gewinnen müssen. Zunächst allerdings musste Deutschland eine brenzlige Situation überstehen: Torhüter Timo Horn (1. FC Köln) rettete gegen Mane nach 50 Sekunden glänzend.

Das DFB-Team schüttelte sich kurz, um dann ein beeindruckendes Offensiv-Feuerwerk zu zünden. In der ersten Viertelstunde hatten allein Arsenal-Profi Gnabry (5./7.) und Selke von RB Leipzig (8./13.) vier gute Gelegenheiten.

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Auch nach dem furiosen Start blieb das Spiel auf dem arg ramponierten Rasen temporeich und hochklassig. Das Hrubesch-Team diktierte das Geschehen und war bei den wenigen Kontern der schnellen Portugiesen aufmerksam.

Vorne ging Selke, der für den Fünffach-Torschützen Nils Petersen in die Startelf zurückkehrte, allerdings fahrlässig mit seinen glasklaren Chancen (20./35.) um. An der Seitenlinie schlug Hrubesch immer wieder die Hände vor den Kopf.

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Besser machte es kurz vor der Pause Gnabry. Nach starken Zuspiel von Julian Brandt (Bayer Leverkusen) behielt der 21-Jährige die Nerven und vollendete mit einem Flachschuss ins lange Eck. In der ewigen deutschen Olympia-Torjägerliste rückte der in jedem Spiel erfolgreiche Gnabry hinter Gottfried Fuchs (zehn Tore beim 16:0 gegen Russland 1912) auf Rang zwei vor.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hätten der glücklose Selke (54.) und Gnabry (56.) erhöhen müssen, Portugal hatte der starken Offensive um Brandt und Antreiber Max Meyer (Schalke 04) nichts entgegen zu setzen. Als Ginter wie schon beim Auftakt gegen Mexiko (2:2) nach einem Eckball per Kopf traf, war die Entscheidung trotz einer Schlussoffensive der Iberer gefallen. Selke mit einem Flachschuss und Max machten alles klar.

 

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