23 Tote bei Flugzeugtragödie Vitrine der Erinnerung in Gedenken an Manchester-Fans

Im Gedenken vereint: Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (links), Präsident Herbert Hainer (rechts) und SPD-Stadtrat Christian Vorländer. Foto: Sigi Müller

1958 starben in Riem Fans von Manchester United: Zum Gedenken an die Opfer der Flugzeugtragödie sollen Schals und Flaggen ausgestellt werden.

 

Kirchtrudering - Unvergessen für den FC Bayern und für Manchester United ist der 6. Februar 1958 – 23 Menschen, davon acht Spieler des englischen Clubs, kamen damals bei einer Flugzeugtragödie ums Leben. Die Maschine des British Airways Flugs 609, die das Team heimbringen wollte, zerschellte auf schneenasser Rollbahn des Flughafens München-Riem beim dritten Startversuch.

Heute erinnert daran ein Gedenkstein am Manchesterplatz. Am 62. Jahrestag des Unglücks wurde am Donnerstag der Grundstein für eine Vitrine gelegt, in der Schals, Flaggen und Briefe ausgestellt werden sollen, die Fans am Gedenkstein niederlegen.

Wie schon vor zwei Jahren, zum 60. Gedenktag des Flugzeugabsturzes, hatten sich Hunderte Fußballfans am Gedenkstein in Kirchtrudering versammelt, davon sicher 200 aus England angereiste.

"Ein schwarzer Tag in der Geschichte von Manchester United"

Oberbürgermeister Dieter Reiter sollte den Grundstein für die Vitrine legen, die der FC Bayern Fanclub "Red Docs Munich" initiiert hatte. Doch der OB war in der Nacht erkrankt und musste das Bett hüten, so übernahm SPD-Vize-Fraktionschef Christian Vorländer diese Aufgabe. "Vor 62 Jahren geschah das Unglück, das bis heute nicht vergessen ist", so Vorländer. "Es war ein schwarzer Tag in der Geschichte der Spieler von Manchester United, des englischen Fußballs und des Fußballs in München."

Der offizielle Name "Manchesterplatz" und der Gedenkstein halte die legendäre Mannschaft für immer in Erinnerung. "Die Glasvitrine ist ein Zeichen für die Zukunft", sagte Vorländer. "They‘ll never die...", skandierten die Fans.

Red-Docs-Vorsitzender Mark Salzmann dankte OB Reiter dafür, "dass wir die Box hier aufstellen dürfen. Das war gar nicht so einfach!"

Initiator von Manchesterplatz und Memorial 2019 verstorben

Wie berichtet, war der Truderinger Bezirksausschuss gegen die 2,20 mal 2,80 mal 1 Meter große Vitrine, die den Gedenkort "verschandle", was auch die AG Gedenktafeln des Kulturreferats so sah.

FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erklärte, man habe vor 62 Jahren nicht nur um die junge Mannschaft getrauert, sondern auch darum, was aus ihr hätte werden können. Doch die Trauer habe vereint, sei Brückenbauer gewesen zwischen England und Deutschland. "Wir denken heute auch an Hermann Memmel, der über 40 Jahre im Verwaltungsbeirat des FC Bayern wirkte und im letzten Jahr verstorben ist."

Memmel sei Initiator von Manchesterplatz und Memorial gewesen, dafür gebühre ihm Dank. "Hermann you'll never die..." sangen die britischen Fans. Dann ging es zur Handarbeit, der Grundstein für die künftige Vitrine wurde einbetoniert. Da machten von Christian Vorländer bis Uli Hoeneß alle mit – es wird wohl ein festes Fundament werden.

Sehen Sie hier: Bilder von Hoeneß und Rummenigge bei Gedenkveranstaltung in Riem

 

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