Wieder Ärger um Mebis: Piazolo rät von paralleler Nutzung ab

Die bayerische Schul-Lernplattform Mebis sollte eigentlich bis zum Ende der Weihnachtsferien fit gemacht werden. Doch nun sorgt ein Schreiben von Kultusminister Michael Piazolo erneut für Aufregung und Ärger.
| Lukas Schauer
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Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern.
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern. © Peter Kneffel/dpa

München - Nach den Pannen vor Weihnachten mit der Schul-Lernplattform Mebis hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seinen Kultusminister in der letzten Regierungserklärung in die Pflicht genommen. Bis zum Ende der Weihnachtsferien im Januar müsse Mebis laufen, ohne Abstürze und Verzögerungen, forderte Söder.

Da wollte man wohl noch nicht ahnen, dass die Schulen nun wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen bis Ende Januar geschlossen werden. Das wird mit ziemlicher Sicherheit auch das bayerische Kabinett in seiner Sitzung am Mittwoch beschließen.

Piazolo: Mebis nicht gleichzeitig nutzen

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sorgt nun aber für erneuten Ärger. Sein Ministerium schickte einen Brief an alle Schulen und bat darin, am kommenden Montag, wenn der Unterricht wieder beginnt, bei Mebis "Spitzenlasten zu vermeiden und die Lernplattform nur sehr zurückhaltend zu nutzen". In den folgenden Tagen könne der Einsatz dann "sukzessive gesteigert werden". Die Schulen sollten sich am besten zeitlich versetzt einloggen.

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Zudem schlägt der Minister vor, dass der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern neben E-Mails und Videokonferenzen ja auch per Telefon gehalten werden könne. Geht Piazolo selbst also davon aus, dass die Verbesserungen der Mebis-Infrastruktur nicht funktionieren werden oder ausreichen?

Die Landtagsopposition kritisierte das Schreiben. Mebis am Montag nicht zu nutzen, sei geradezu lächerlich, sagte Max Deisenhofer von den Grünen dem "BR". Die FDP sprach von einem "Bettelbrief" des Ministers.

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