Warum kriegt Gabi Pauli Blumen vom Innenminister?

Joachim Herrmann (CSU) würdigt das langjährige Engagement seiner ehemaligen Parteifreundin und kommenden Parteigründerin als Landrätin.
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Blumen für die Dame: Innenminister Joachim Herrmann zeichnet Fürths Ex-Landrätin Gabriele Pauli mit der Verdienstmedaille aus.
bayernpress.com 2 Blumen für die Dame: Innenminister Joachim Herrmann zeichnet Fürths Ex-Landrätin Gabriele Pauli mit der Verdienstmedaille aus.
Drei Jahrzehnte im Nürnberger Stadtrat: Auch Franz Gebhardt wurde ausgezeichnet.
bayernpress.com 2 Drei Jahrzehnte im Nürnberger Stadtrat: Auch Franz Gebhardt wurde ausgezeichnet.

Joachim Herrmann (CSU) würdigt das langjährige Engagement seiner ehemaligen Parteifreundin und kommenden Parteigründerin als Landrätin.

NÜRNBERG Wer eine Partei gründen will, der braucht viel Zeit. Um Helfer zu organisieren, um das Programm zu schreiben, um sich Gedanken über das Logo der „Freien Union“ zu machen. Klar, dass da der Terminplan durcheinander gerät. Deshalb kam Partei-Gründerin Gabriele Pauli zu spät zur Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille in Silber auf die Kaiserburg. „Ich habe so viel zu tun“, sagte sie – und stöckelte acht Minuten nach Beginn in die letzte Reihe. Das Blitzlicht-Gewitter war ihr trotzdem sicher.

Das Bläserquintett des Polizeimusikkorps hatte da bereits geendet, und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte das Engagement der Kommunalpolitiker. 19 Persönlichkeiten aus ganz Franken waren gekommen. Viele Jahrzehnte waren sie als Gemeinde- und Stadträte ehrenamtlich oder als Bürgermeister und Landräte hauptamtlich tätig. Dafür wurden sie ausgezeichnet. Darunter auch der langjährige Nürnberger CSU-Stadtrat Franz Gebhardt.

Derzeit feilt Pauli am Programm für die "Freie Union"

„Manche werden erst im Rückblick feststellen, dass die Zeit in der Kommunalpolitik ihre erfolgreichste war“, sagt Herrmann mit Blick auf seine ehemalige Parteifreundin Pauli. Und wünscht dann „allen, die sich neuen Aufgaben widmen wollen, viel Erfolg“. Die Parteirebellin bekommt davon wenig mit. Sie beantwortet E-Mails am Handy.

20 Jahre war sie in der Kommunalpolitik, zwei davon als Stadträtin in Zirndorf, 18 als Chefin im Landkreis Fürth, dem kleinsten in Bayern. Herrmann würdigte Paulis Verdienste für den Landkreis, bevor er ihr die Medaille überreichte. Sie habe Schulen renoviert und neu gebaut, die Jugend- und Altenbetreuung als wichtiges Arbeitsfeld erkannt, die Abfallentsorgung im Landkreis ökologisch geregelt, was die hohe Recycling-Quote belege, sie habe Schulden abgebaut, das Landratsamt in Zirndorf neu gebaut „und entscheidend zur Weiterentwicklung des Landkreises beigetragen“. Dafür gab’s neben Blumen wieder ganz viel Blitzlicht.

Das wird Pauli auch am Sonntag gewiss sein, wenn sie im Hofbräukeller in München die „Freie Union“ gründen wird. Bis dahin muss sie noch das Parteiprogramm schreiben, sich entscheiden, in welchem Wahlkreis sie für den Bundestag antritt und die Feier ihres 52. Geburtstags Ende Juni vorbereiten. „Ich schaffe das! Es ist zu früh, dass ich mir Gedanken über den Ruhestand mache.“ mir

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