Unions-Frauen wollen Aigner als Bundespräsidentin
Die Ehrenvorsitzende der Frauen Union in der CDU, Annette Widmann-Mauz, spricht sich für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als künftige Bundespräsidentin aus. Widmann-Mauz sagte der "Rheinischen Post": "Ich würde mich sehr freuen, wenn Friedrich Merz Ilse Aigner für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen würde."
Aigner sei nah bei den Menschen, "hoch geschätzt und beliebt – weit über Bayern und die CSU hinaus", sagte Widmann-Mauz. Sie sei "kompetent, klug und auf allen Ebenen politisch erfahren. Sie hat Charakter und Format, handelt besonnen und steht für unsere Werte. All das tut dem Land gut in Zeiten wie diesen", urteilte die frühere Staatsministerin im Kanzleramt und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete.
Auch die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der Union im Bundestag, Mechthild Heil (CDU), warb für Aigner im höchsten Staatsamt. "Ilse Aigner wäre eine sehr gute Wahl. Sie ist eine Persönlichkeit, der die Menschen vertrauen, und sie hat die Erfahrung und Kompetenz für das Amt", sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie sei nicht nur die am besten geeignete Frau, "sondern die am besten geeignete Persönlichkeit überhaupt."
Präsidium und Vorstand beraten am Montag
Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte sich für eine Frau als Bundespräsidentin ausgesprochen, aber noch keinen Namen genannt.
Am Montag kommen Präsidium und Vorstand der Bundes-CDU zu ihren regulären Sitzungen zusammen, um darüber zu beraten. Bereits am Sonntagabend trifft sich Merz mit dem Präsidium sowie den Vorsitzenden der CDU/CSU-Landtagsfraktionen.
