Umgang mit der AfD: Söder widerspricht Kretschmer

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert eine Bereitschaft zu Gesprächen mit allen Parteien - also auch mit der AfD. Der CSU-Chef warnt vor einer Spaltung der Union.
dpa |
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Die Union dürfe nicht "eine Art Steigbügelhalter" für die AfD werden, mahnt Söder.
Die Union dürfe nicht "eine Art Steigbügelhalter" für die AfD werden, mahnt Söder. © Nadine Rupp/ZDF/dpa
Tutzing

CSU-Chef Markus Söder lehnt weiterhin jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ab. Er reagierte damit auf Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse im Osten Deutschlands eine Bereitschaft zu Gesprächen mit allen Parteien gefordert hatte. 

Dies "würde zu einer massiven Spaltung der Union führen am Ende", sagte der bayerische Ministerpräsident im ZDF-Sommerinterview in Tutzing am Starnberger See. Die Union dürfe nicht "eine Art Steigbügelhalter" werden und der AfD den Weg zur Macht ebnen. "Ich beteilige mich da nicht dran. Ich bin da dagegen, grundlegend. Ich glaube, wir müssen Politik für Demokratie, Politik in der Mitte machen. Und deswegen gehört die AfD nicht dazu", betonte Söder.

"Kann und will ich nicht mit zusammenarbeiten"

Die AfD habe zudem "sehr brutal" erklärt, sie wolle die Union aus dem Amt jagen, die Union sei der Hauptfeind, so Söder. "Da passieren Sachen und Worte fallen, die sind jenseits dessen, was demokratische Kultur ist. Mit solchen Leuten, vor allem den Menschen dort in der Partei und den Führungskräften, Höcke und Co., kann und will ich nicht zusammenarbeiten."

Söder widerspricht Kretschmer direkt

Kretschmer hatte hingegen dem "Handelsblatt" gesagt: "Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt." Söder sagte auf Nachfrage, er vermute, dass Aussagen wie die von Kretschmer viele Menschen verunsichern würden. Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Osten Deutschlands warb Söder dafür, dass die CDU dort weiter ohne die AfD regiere.

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