Strohballenmörder: Polizei folgt Spur nach Brasilien

Die heiße Spur des flüchtigen Mörders aus Niederbayern führt nach Brasilien. Der 34-Jährige hat dort Kontakt zu deutschen Behörden aufgenommen. Gestellt hat sich der Mann aber nicht.
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Vor dem Landgericht Regensburg wurde Thomas L. schuldig gesprochen seinen Onkel getötet zu haben. Nun ist er auf der Flucht.
dpa | Foto: Armin Weigel 2 Vor dem Landgericht Regensburg wurde Thomas L. schuldig gesprochen seinen Onkel getötet zu haben. Nun ist er auf der Flucht.
Die Hände des Angeklagten Thomas L., aufgenommen am 21.12.2012 im Landgericht in Regensburg im Prozess um den sogenannten Strohballenmord
dpa 2 Die Hände des Angeklagten Thomas L., aufgenommen am 21.12.2012 im Landgericht in Regensburg im Prozess um den sogenannten Strohballenmord

Die heiße Spur des flüchtigen Mörders aus Niederbayern führt nach Brasilien. Der 34-Jährige hat dort Kontakt zu deutschen Behörden aufgenommen. Gestellt hat sich der Mann aber nicht.

 

Straubing – Der flüchtige Mörder aus Niederbayern hält sich nach Angaben der Justiz in Brasilien auf. Der 34-Jährige habe dort Kontakt mit deutschen Beamten aufgenommen, sagte Klaus-Dieter Fiedler von der Staatsanwaltschaft Straubing am Donnerstag. Darüber hatte bereits am Vortag die „Bild“-Zeitung berichtet. Der Mann habe seine Unschuld beteuert. Gestellt habe er sich jedoch nicht. Unklar sei weiterhin, wo genau sich der 34-Jährige aufhalte. Der Mann, der als „Strohballen-Mörder“ bekanntwurde, sollte Mitte August eine lebenslange Haftstrafe antreten. Als Polizisten ihn in der vergangenen Woche in seiner Wohnung in Niederbayern abholen wollten, war er verschwunden.

Der 34-Jährige hatte drei Tage vor der Staatsanwaltschaft erfahren, dass der Bundesgerichtshof seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Regensburg verworfen hatte. Auf Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg war der Mörder seit März auf freiem Fuß. Er war mit einer Brasilianerin verheiratet und hatte bereits vor dem Prozess längere Zeit in Südamerika verbracht.

Der Mann war im vergangenen Dezember in der Neuauflage eines Mordprozesses zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts hat er im Februar 2007 seinen Onkel getötet und die Leiche zwischen Strohballen in der Nähe des Straubinger Tierparks abgelegt. Im ersten verfahren war er mangels Beweisen freigesprochen worden.

 

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