Stimmungstest auch für Söder & Co.: Kommunalwahl in Bayern

Eigentlich ist es eine Wahl, bei der es um Personen geht: Landräte, Bürgermeister, Gemeinderäte. Doch die Kommunalwahl in Bayern gilt auch als Stimmungstest für die CSU und alle anderen Parteien.
von  dpa
Am Sonntag sind in Bayern Kommunalwahlen. (Archivbild)
Am Sonntag sind in Bayern Kommunalwahlen. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

In Bayern sind am Sonntag landesweit Kommunalwahlen. Rund 10,05 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Landräte, Oberbürgermeister und ersten Bürgermeister, ihre Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage neu zu bestimmen. Unter dem Strich sind rund 39.300 Mandate zu vergeben. Die Wahl gilt auch als ein Stimmungstest für die CSU und alle anderen Parteien.

Bis alle Ergebnisse feststehen, wird es allerdings dauern: Am Sonntagabend werden zuerst die Landrats-, die OB- und Bürgermeisterwahlen ausgezählt. Für einen Sieg im ersten Wahlgang müssen Kandidatinnen oder Kandidaten mindestens 50 Prozent der Stimmen holen. Wo dies nicht gelingt, müssen die beiden Bestplatzierten in die Stichwahl zwei Wochen später, am 22. März.

Landesweites Ergebnis erst am Mittwoch

Das landesweite Ergebnis soll erst am Mittwoch feststehen. Dafür werden die Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten und die Kreistagswahlen in den Landkreisen zusammengezählt. Mit Spannung wird erwartet, wie stark die AfD zulegt, die nun flächendeckend mit Listen antritt. Und ob und wie sehr andere verlieren, etwa die CSU unter Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder.

Bei den Kommunalwahlen vor sechs Jahren war die CSU um gut fünf Prozentpunkte abgesackt und hatte landesweit nur noch 34,5 Prozent der Stimmen bekommen. Für die SPD war es 2020 um rund sieben Prozentpunkte auf historisch schlechte 13,7 Prozent nach unten gegangen. Die Grünen hatten vor sechs Jahren mit 17,5 Prozent ihr bisher bestes Kommunalwahlergebnis erreicht. Die Freien Wähler waren 2020 landesweit auf 11,9 Prozent gekommen, die AfD hatte am Ende 4,7 Prozent geholt. Gemeinsame Wahlvorschläge mit anderen Parteien oder Gruppen sind bei diesen Zahlen jeweils eingerechnet.

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