Sommer 2015: Für sie waren die Temperaturen eine Qual

Hopfenbauern, Winzer und Fischer: Sie alle hatten unter dem trockenen Sommer in Bayern zu leiden. Ein Überblick.
| Florian Zick
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Dringend benötigte Abkühlung: Wer als Winzer seiner Felder heuer nicht bewässert hat, steht nun vor verdorrten Weinreben.
dpa Dringend benötigte Abkühlung: Wer als Winzer seiner Felder heuer nicht bewässert hat, steht nun vor verdorrten Weinreben.

München - Der bayerische Sommer 2015 war mit einer Durchschnittstemperatur von 19 Grad der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und mit einer Niederschlagsmenge von 196 Litern je Quadratmeter zugleich einer der trockensten. Nicht jedem schmeckt das. Wer unter diesen Bedingungen eher zu leiden hatte – die AZ hat sich mal umgesehen.

Die Hopfenbauern

Die Ernte fällt heuer deutlich geringer aus als gewöhnt. Fast 30 Prozent weniger Hopfen werden die Bauern in der Hallertau in diesem Jahr wohl einfahren, schätzt Johann Pichelmaier, der Präsident des Verbandes deutscher Hopfenpflanzer. Grund dafür ist die extreme Trockenheit im Juli und Anfang August. Dass das Bier deswegen teurer wird, muss man aber nicht befürchten. Beim Bierbrauen ist der Hopfenpreis nur ein relativ geringer Kostenfaktor.

Die Winzer

Auch die Weinbauern in Bayern klagen über vertrocknete Reben. Wer sein Anbaugebiet nicht bewässert hat, steht nun teilweise vor einem verdorrten Feld. Und selbst wenn es bis zum Äußersten noch nicht gekommen ist: Auch Trauben können Sonnenbrand bekommen – das wirkt sich negativ auf den Geschmack des Weins aus.

Die Fischer

Auch viele Teichwirte mussten heuer Angst um ihre Existenz haben. Mit dem Wasserstand sinkt in den Tümpeln auch der Sauerstoffgehalt – da wird auch den widerstandsfähigen Karpfen schnell unwohl.

Die Eisbären

Die renommierte Tierschutzorganisation Peta schlug heuer Alarm: So eine Hitze, die sei doch nichts für Eisbären, hieß es. Der Tierpark Hellabrunn konterte umgehend. Dabei erfuhr man Interessantes: So haben die Eisbären im Zoo offenbar nicht nur ein Abkühlbecken mit 12 Grad kaltem Wasser – sie nehmen anscheinend auch mal gerne ein Sonnenbad.

Die Schifffahrt

In Niederbayern mussten einige Güterschiffe heuer eine Pause einlegen. Auf dem nicht-ausgebauten Teil der Donau war mitunter kein Durchkommen mehr – zumindest nicht schwer beladen. Also war das Motto: anlegen und Ballast abwerfen.

Lesen Sie hier: Badeunfälle: Die Schattenseite des Super-Sommers

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