Söder: Union muss Zukunftsidee entwickeln

Die Union muss sich aus Sicht von CSU-Chef Markus Söder für den anstehenden Bundestagswahlkampf fortschrittlicher ausrichten. "Wir brauchen einen Dreiklang: Liberalismus mit klarer Abgrenzung zur AfD, Modernität mit Technologie und Digitalisierung sowie eine nachhaltige ökologisch-konservative Klimapolitik", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag).
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
dpa Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München - Die Union muss sich aus Sicht von CSU-Chef Markus Söder für den anstehenden Bundestagswahlkampf fortschrittlicher ausrichten. "Wir brauchen einen Dreiklang: Liberalismus mit klarer Abgrenzung zur AfD, Modernität mit Technologie und Digitalisierung sowie eine nachhaltige ökologisch-konservative Klimapolitik", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstag).

Söder bekräftigte seine Einschätzung, dass die derzeit guten Umfragewerte der Union vor allem Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verdanken seien. "Wenn wir als Union den Führungsanspruch behalten wollen, müssen wir für die Zeit nach der Bundestagswahl eine Zukunftsidee entwickeln", mahnte er. "Wir sollten, wie früher Helmut Kohl und Franz Josef Strauß in ihrer Zeit und wie Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt, gesellschaftliche Entwicklungen annehmen und die Politik von morgen prägen." So werde die Union zu einem "politischen Zukunftsteam" und könne ihren Führungsanspruch behalten.

Söder unterstrich seine eigene Fortschrittlichkeit. "Ich habe bei der CSU Parität im Kabinett geschaffen, obwohl die Frauenquote auf dem Parteitag nicht geklappt hat. Ich habe die Partei jünger und digitaler gemacht und glaube an die zwingende Notwendigkeit, beim Klimaschutz zu beschleunigen anstatt nachzulassen", sagte er.

Auf Forderungen aus CDU-Reihen, sich um die Kanzlerkandidatur der Union zu bewerben, bekräftigte Söder: "Mein Platz ist in Bayern." Nach einer neuen Umfrage wolle eine Mehrheit der Bayern, dass er im Lande bleibe. "Das nehme ich sehr ernst." Er zeigte sich überzeugt, dass CDU und CSU in der Frage der Kanzlerkandidatur miteinander zu einer guten Lösung kommen. Zu Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der von einigen CDU-Politikern als neuer Parteichef gehandelt wird, sagte Söder: "Ich schätze ihn auch."

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