Söder zieht auf politischem Aschermittwoch vom Leder – und macht Ansage an "liebe Preußen"

Inmitten der schwarz-roten Sondierungen lässt sich CSU-Chef Söder den politischen Aschermittwoch nicht nehmen. Er schimpft dort vor allem auf seinen Lieblingsgegner.
AZ/dpa |
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Trotz Eile bei den Sondierungsgesprächen lässt sich Markus Söder den Aschermittwoch nicht nehmen.
Trotz Eile bei den Sondierungsgesprächen lässt sich Markus Söder den Aschermittwoch nicht nehmen. © Sven Hoppe/dpa

CSU-Chef Markus Söder hat beim politischen Aschermittwoch die Grünen scharf angegriffen – und genüsslich über die abgewählte Koalition und den noch amtierenden Bundeskanzler gelästert. "Der Spuk von drei Jahren Olaf Scholz ist ab heute Geschichte", sagte Söder zu Beginn seiner Rede in Passau. "Vorbei." Die Ampel sei Geschichte, die Union habe die Wahl gewonnen, und vor allem die CSU sei der Wahlgewinner. "Liebe Preußen, versteht es, ab jetzt geht nichts mehr ohne Bayern in Deutschland", rief Söder.

Söder sagt Radikalen am Aschermittwoch den Kampf an: "Kriegen unser Land nicht"

Vor allem eine zentrale Mission habe er mit der CSU erfüllt: "Grün ist raus." Die Grünen hätten von den Wählern die Quittung bekommen. Speziell Noch-Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rief Söder zu: "Goodbye, gute Reise, auf Nimmerwiedersehen." Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der zum Ärger Söders und der CSU immer offen für Schwarz-Grün auch im Bund war, habe Habeck sicher ein warmes Plätzchen in seiner Koalition reserviert, lästerte der CSU-Vorsitzende.

Söder sagte aber insbesondere auch allen Radikalen und Extremisten den Kampf an: "Die Radikalen bekommen unser Land nicht", rief er in die Halle.

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Deutschland müsse auf die sich rasant ändernden Bedingungen im Ausland und insbesondere in den USA reagieren. "Jammerer" würden in der Welt nichts verändern, "wir müssen unser Land grundlegend aufrüsten".

"Deutschland wehrt sich, Deutschland wappnet sich"

"Jeden Tag gibt es kleine Provokationen, jeden Tag finden kleinere oder größere Überschreitungen statt", sagte Söder. Die Nachrichten aus den USA seien ernüchternd. "Natürlich sind wir nicht im Krieg, aber so richtig im Frieden wie früher auch nicht", sagte Söder. "Deutschland wehrt sich, Deutschland wappnet sich, Deutschland stellt sich neu auf. Das ist erst der Anfang, nicht das Ende."

In der CSU gilt der Aschermittwoch als Pflichttermin

Inmitten der unter Hochdruck laufenden Sondierungen von Union und SPD für eine neue Bundesregierung haben die Parteien ihre Anhänger zum politischen Aschermittwoch geladen. Im Gegensatz zu den anderen Verhandlern in Berlin hat sich die CSU gegen eine Planänderung entschieden. Die Verhandler von SPD und CDU haben ihre Aschermittwoch-Termine dagegen abgesagt.

Der Aschermittwoch hat für die CSU eine andere Bedeutung als für die Bundesspitzen von CDU und SPD. Die Traditionsveranstaltung gilt bei den Christsozialen als eine der wichtigsten Veranstaltungen überhaupt. Für ihn sei Passau "der absolute Höhepunkt des Jahres", sagte Söder in seiner Rede.

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16 Kommentare
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  • Haan am 06.03.2025 10:09 Uhr / Bewertung:

    Wann wird er zur Rechenschaft wegen dem erlassenen und GG-Widrigen Ausgeverbot gezogen? Wie kann man diesem Menschen noch seine Stimme geben?

  • Perlacher am 06.03.2025 10:25 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Haan

    Deine Stimme bekommt er nicht, aber damit kann er leben!

  • Perlacher am 06.03.2025 00:22 Uhr / Bewertung:

    Söder zeigt ganz klare Kante gegen Parteien, die er so gar nicht leiden kann! Auch dass gehört zur Demokratie! Letztendlich entscheiden die Wähler!

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