Söder: CSU muss durchstarten und um Jungwähler kämpfen

München (dpa/lby) - CSU-Chef Markus Söder sieht seine Partei nach dem Plus bei der Europawahl auf dem richtigen Kurs - sieht aber großen Handlungsbedarf, um mehr junge Wähler anzusprechen. Zurücklehnen sei der falsche Ansatz - man müsse "durchstarten auf vielen Ebenen", sagte Söder vor einer CSU-Vorstandssitzung am Montag in München.
| dpa
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München (dpa/lby) - CSU-Chef Markus Söder sieht seine Partei nach dem Plus bei der Europawahl auf dem richtigen Kurs - sieht aber großen Handlungsbedarf, um mehr junge Wähler anzusprechen. Zurücklehnen sei der falsche Ansatz - man müsse "durchstarten auf vielen Ebenen", sagte Söder vor einer CSU-Vorstandssitzung am Montag in München.

Es könne die CSU auf keinen Fall kalt lassen, dass die Grünen doppelt so viele Erst- und Jungwähler hätten, betonte er. "Das geht nicht. Es ist die zentrale Aufgabe, dort stärker zu werden. Wir müssen jünger, moderner, cooler werden." Die CSU müsse andere Zugänge und andere Wege finden, junge Menschen ernster zu nehmen. Söder will deshalb zusammen mit der Jungen Union, der Schüler Union und dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten ein Konzept erarbeiten lassen, "wie wir vom Themensetting her als auch von der Ansprache schlicht und einfach jünger und jugendgerechter werden".

Zudem müsse die CSU digitaler werden. "Die alte Welt beginnt, sich zu verabschieden, und alte Maßstäbe auch." Die CSU müsse deshalb ihre digitale Kommunikation fundamental verbessern und stärken und dafür "analoge Strukturen" reduzieren und zum Teil einstellen. Wichtig sei, auf Debatten schneller, cleverer, gelassener und nachhaltiger zu reagieren - das sei auch eine Lehre aus den vergangenen Wochen.

Grundsätzlich hob Söder aber erneut hervor, dass die CSU in Bayern wieder zugelegt, eine "Trendumkehr" erreicht und gezeigt habe, dass für die Christsozialen "Luft nach oben ist". Unter national und international schwierigen Umständen habe die CSU besser abgeschnitten als vor fünf Jahren, man liege knapp zwölf Punkte über dem bundesweiten Unions-Ergebnis und habe europaweit eines der besten Parteiergebnisse erreicht. Zudem sei die CSU die einzige Partei, die sich vom "negativen Trend" der großen Koalition in Berlin abgekoppelt habe.

Söder betonte, die CSU habe mit Manfred Weber den richtigen Spitzenkandidaten gehabt. Das Team stimme, aber auch die Strategie. Insbesondere der klare Kurs der Abgrenzung zur AfD zeige Wirkung. Und auch der bayerische Artenschutz-Kompromiss sei richtig gewesen.

Die CSU hatte bei der Europawahl nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 40,7 Prozent knapp besser abgeschnitten als 2014 - damals waren es 40,5 Prozent gewesen. Auch im Vergleich zur Landtagswahl, als es am Ende 37,2 Prozent waren, legte die CSU zu.

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