Söder: Bin dafür, dass Merz weitermacht

Bayerns Ministerpräsident gibt sich weiter loyal zum Bundeskanzler. Was sagt er zu seiner eigenen Rolle in der Debatte?
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CSU-Chef Söder fordert "ine volksnahe Sprache, weniger Fehler, höheres Tempo" in Berlin. (Archivfoto)
CSU-Chef Söder fordert "ine volksnahe Sprache, weniger Fehler, höheres Tempo" in Berlin. (Archivfoto) © Sven Hoppe/dpa
München

CSU-Chef Markus Söder setzt sich weiter für Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler ein, weicht aber gleichzeitig einer Frage nach einer möglichen eigenen Kanzlerschaft aus. In einem Interview mit dem Münchner Merkur, tz und weiteren Zeitungen des Ippen-Netzwerks sagte Söder auf die Frage: "Stehen Sie für Berlin als Kanzler zur Verfügung?": "Die Frage ist: Bin ich dafür, dass Friedrich Merz weitermacht? Die Antwort: Ja."

Zu dem Brief der CDU-Ministerpräsidenten, der sich gegen Personaldiskussionen aussprach und den Söder als CSU-Ministerpräsident in Bayern aber nicht unterschrieb, sagte er: "Er ist ein gutes Signal und zeigt den Geist des Unterhakens. Die CSU und ich haben von Anfang an deutlich gemacht, dass der Bundeskanzler unsere Solidarität hat." Allerdings müsse die Bundesregierung nun "einen Zacken zulegen" und "eine volksnahe Sprache, weniger Fehler, höheres Tempo" an den Tag legen.

Auf Fragen nach seinem Verhältnis zu Merz antwortete Söder knapp: "Der Kontakt ist so eng wie immer." Und: "Wir tauschen uns vertrauensvoll aus."

Der CSU-Chef sprach sich in dem Interview für eine klare Haltung zur AfD aus: "Die AfD will die Demokratie aushöhlen und schürt Hass und Hetze. Die Wahl in Sachsen-Anhalt war deshalb ein Schock. Umso wichtiger ist es jetzt, zusammenzuhalten und weniger über Personalfragen zu debattieren."

Kanzler Merz war zuletzt wegen seiner geringen Beliebtheit und dem schwachen Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auch in seiner eigenen Partei in die Kritik geraten. Als möglicher Nachfolger wird in Medienberichten neben Söder auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) genannt. Am Sonntag stehen weitere Wahlen auf Landesebene in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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