"O'zapft is": Oberbürgermeister, Bierfass und Schläge

München (dpa/lby) - Traditionell eröffnet der Münchner Oberbürgermeister das Oktoberfest. Am ersten Wiesntag um Punkt 12.00 Uhr zapft er das erste Bierfass an - damit beginnt das Volksfest offiziell und es darf Bier ausgeschenkt werden.
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Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister der Stadt München, befindet sich auf dem Gelände des Oktoberfestes. Foto: Sven Hoppe/Archiv
dpa Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister der Stadt München, befindet sich auf dem Gelände des Oktoberfestes. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München (dpa/lby) - Traditionell eröffnet der Münchner Oberbürgermeister das Oktoberfest. Am ersten Wiesntag um Punkt 12.00 Uhr zapft er das erste Bierfass an - damit beginnt das Volksfest offiziell und es darf Bier ausgeschenkt werden. Die Zahl der Schläge, die ein Stadtoberhaupt braucht, prägt sein Ansehen in der Stadt mit.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist in gewisser Weise Rekordhalter. Außer bei seiner ersten Wiesn 2014 hat er stets nur zwei Schläge gebraucht. Der einzige andere OB, der das Fass mit zwei Schlägen anzapfte, war sein Vorgänger Christian Ude (SPD), der 2005 erstmals mit zwei Schlägen auskam. Er hatte aber dazu etliche Jahre gebraucht - und gehörig Lehrgeld gezahlt: In seinem ersten Amtsjahr 1993 ertönten "Aufhören, Aufhören"-Rufe - sieben Schläge.

Um derartige Blamagen zu vermeiden, trainieren die Oberbürgermeister seit vielen Jahren vor dem Fest. Anzapf-Trainer ist ein erfahrener Brauer. Begründet hat das Anzapf-Ritual 1950 Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD). Er brauchte damals 19 Schläge. Er hatte vorher offensichtlich nicht geübt.

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