Oktoberfest: Vorbereitungen laufen weiter

München (dpa/lby) - Das neuartige Coronavirus hat bisher noch keine Auswirkung auf die Planung für das Münchner Oktoberfest. "Für eine Entscheidung dazu ist es zu früh.
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Peter Inselkammer steht in einem Biergarten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
dpa Peter Inselkammer steht in einem Biergarten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Das neuartige Coronavirus hat bisher noch keine Auswirkung auf die Planung für das Münchner Oktoberfest. "Für eine Entscheidung dazu ist es zu früh. Wir warten die weitere Entwicklung ab", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag. Das größte Volksfest der Welt soll dieses Jahr am 19. September beginnen und bis 4. Oktober dauern.

Nicht zuletzt sei es bis zum Anstich noch ein halbes Jahr hin, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer. "Ich bin optimistisch, dass wir bis dahin das Gröbste überstanden haben." Die Reservierungsanfragen liefen bisher völlig normal. Ähnlich äußerten sich auch andere Wiesnwirte. "Wir haben mit den Reservierungen angefangen und bisher keine einzige Absage bekommen", sagte der Wirt Ludwig Reinbold vom Schützenfestzelt.

Sollte das Fest verschoben werden oder ausfallen, greifen voraussichtlich Versicherungen. Die Wirte sind individuell gegen Betriebsunterbrechung versichert.

Schon im 19. Jahrhundert war das Oktoberfest wegen einer Seuche ausgefallen: Wegen der Cholera wurde das Fest in den Jahren 1854 und 1873 abgesagt. Außerdem gab es in den Kriegs- und Nachkriegsjahren keine Oktoberfeste. So feierte München von 1914 bis Kriegsende nicht. Nach dem Krieg, dem Sturz der Monarchie und der Niederschlagung der Räterepublik fanden 1919 und 1920 zwar kleine Herbstfeste statt, die aber nicht als Oktoberfeste zählen. Auch während des Zweiten Weltkriegs gab es keine Wiesn.

Insgesamt fielen 24 Oktoberfeste wegen Krankheiten, Kriegen und Inflation aus. Heute lockt das größte Volksfest der Welt alljährlich während der zwei Festwochen rund sechs Millionen Besucher an.

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