OB Reiter mit eindringlichem Appell: Oktoberfest unsicher

Er hätte es sich anders gewünscht, aber die drastisch steigenden Infektionszahlen ließen keine Wahl. Wenn es nach Münchens OB Dieter Reiter gegangen wäre, wären die Ausgangsbeschränkungen sogar noch früher gekommen. Selbst das Oktoberfest wackelt.
| dpa
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Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
dpa Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Einwohner der Landeshauptstadt eindringlich gebeten, die von Samstag an geltenden Ausgangsbeschränkungen einzuhalten. Alleine von Donnerstag auf Freitag habe es im Stadtgebiet 202 neue Corona-Fälle gegeben, sagte Reiter am Freitag in einer live im Internet übertragenen Mischung aus Pressekonferenz und Ansprache an die Bevölkerung.

"Wir müssen deshalb alles tun, wirklich alles tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen." Wer sich nicht an die Regeln halte, müsse daher mit einem Bußgeld von bis zu 25 000 Euro rechnen, sagte Reiter.

Als Stadtoberhaupt habe er eigentlich sogar in Erwägung gezogen, noch vor dem Wochenende Ausgangsbeschränkungen zu erlassen, berichtete Reiter. In Abstimmung mit der Staatsregierung gilt nun landesweit eine Ausgangsbeschränkung ab Samstag.

Von den Maßnahmen betroffen sei auf jeden Fall auch das Frühlingsfest, das im vorgesehenen Zeitraum sicher nicht stattfinden werde, sagte Reiter. Eine Verschiebung werde geprüft, sei aber unsicher. Eine Entscheidung über das diesjährige Oktoberfest soll spätestens im Juni fallen - denn dann beginnen schon die Vorbereitungen auf der Theresienwiese.

Reiter betonte, dass derart gravierende Einschränkungen keinem politischen Entscheider leicht fielen. Schließlich seien jetzt nicht nur Partys an der Isar, sondern selbst Grillfeste in den Innenhöfen verboten.

"Ich hätte mir gewünscht, dass es derart einschränkende Maßnahmen nicht gebraucht hätte." Menschen, die durch das Herunterfahren des öffentlichen Lebens existenzielle Schwierigkeiten bekommen, sicherte er zu: "Wir in München lassen niemanden allein."

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