Nitrat: Keine Entwarnung beim Grundwasser

Die Nitratbelastung ist nicht gesunken. Am höchsten sind die Werte im Grundwasser in Unterfranken.
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Ein Traktor bringt Gülle auf einem Feld aus.
Jochen Lübke/dpa Ein Traktor bringt Gülle auf einem Feld aus.

München - Übermäßiger Stickstoffeinsatz durch Dünger oder Gülle aus Tierhaltung sind schuld an der hohen Nitratbelastung mancher Böden. Eine direkte Gefahr für die Qualität des Grundwassers. Die Staatsregierung legte am Donnerstag im Landtag den Bericht zur Belastung im Freistaat vor. Minutenlang erklärt Andreas Hofmann vom Umweltministerium anhand von Zahlen, Schaubildern und Landkarten den Report. Fazit: "Langfristig im Trend ist es so, dass wir nicht die gewünschten Verbesserungen gesehen haben. Wir haben aber auch nicht die oft herbei geredeten Verschlechterungen gesehen." Das Umweltministerium setzt weiter darauf, dass die Landwirte freiwillig weniger düngen.

SPD: "Wir müssen handeln"

Der SPD-Landtagsabgeordneter Harry Scheuenstuhl mahnt: "Das Grundwasser zu schützen, wo ist denn da eine Freiwilligkeit? Das ist eine Pflicht. Wir müssen handeln. Die Werte zeigen es eindeutig." Abwarten reiche nicht und von Entwarnung könne keine Rede sein, kritisiert die Opposition. Rosi Steinberger (Grüne): "In dem Bericht wird festgestellt, dass 50 Prozent der Grundwasserkörper mittel bis stark mit Nitrat belastet sind. Da können wir nicht von Entwarnung sprechen. Da müssen Maßnahmen ergriffen werden." Die höchsten gemessenen Werte lagen in Unterfranken.

Seit Jahren wird die hohe Nitratbelastung in Deutschland kritisiert. Die EU-Kommission hat die Bundesrepublik 2016 deswegen vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.

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