Theater Nikola produziert eigenes Hörspiel

Weil sie gerade nicht live spielen können, probiert das Theater Nikola neue Formate aus und produziert in diesem Jahr ein Hörspiel von "Der Hexer".
| Claudia Hagn
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Das Theater Nikola plant in diesem Jahr ein Hörspiel des "Hexers" von Edgar Wallace.
Das Theater Nikola plant in diesem Jahr ein Hörspiel des "Hexers" von Edgar Wallace. © Theater Nikola

Landshut - Das Theater Nikola ist in Hab-Acht-Stellung: Die Mitglieder warten, bis sie wieder live auf die Bühne dürfen. Weil das aber noch länger dauern kann, wollen sie neue Wege für Theater finden, neue Formate entwickeln.

Englischer Klassiker wird zum Hörspiel: "Der Hexer"

Daher hat sich das Team rund um Chef Reinhart Hoffmann gemeinsam mit Regisseur Thomas Ecker gedacht: "Wir bringen ein Hörspiel raus. Selbst übersetzt, selbst geschrieben, selbst eingesprochen." Ausgesucht haben sie sich dafür "die Mutter aller Krimis" (O-Ton Thomas Ecker), nämlich den "Hexer" von Edgar Wallace. "Ich liebe englische klassische Krimis, die sich langsam aufbauen", sagt Ecker, der schon oft für das Theater Nikola Regie geführt hat, zum letzten Mal bei der Erfolgsproduktion "Das Boot" in der Maschinenhalle Sommer.

Momentan übersetzt Ecker das englische Original ins Deutsche, ersinnt Dialoge, schreibt die Geschichte für die Hörspielfassung neu. Aufgenommen werden soll das Ganze im September an 14 Tagen im Tonstudio von Florian Rödl in Eching - es bleibt also alles in der Region. Zwölf Rollen soll es geben, die Mitglieder tragen die Idee für die Produktion des englischen Hörspiel-Klassikers mit. "Manch einer war traurig, dass er keine Rolle bekommen hat", sagt Hoffmann.

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Kriminalhörspiel: Begeisterung für Projekt riesig

Die Begeisterung für das Projekt sei so groß gewesen, wie er es selten erlebt habe. Denn schließlich gibt es seit geraumer Zeit kein Theater mehr live, auch wenn manche Mitglieder des Theater Nikola online miteinander proben, bis es wieder normal auf die Bühne gehen kann. Sprechen werden die Rollen Sabine Hoffmann, Ina Lehmann, Reinhart Hoffmann, Aaron Jungblut-Klemm, Mathias Paintner, Thomas Ecker, Rudolf Karl, Sebastian Enders, Karlheinz Attenkofer, Bernd Stindt, Martin Härtl und Josef Reindl.

Erfahrung mit Hörspielen hat Thomas Ecker bereits: Für die Landshuter Literaturtage hat er 2020 die "Zeitmaschine" aufgenommen - die Resonanz war großartig, erzählt er. Auf das Kriminalhörspiel zählt er, weil das eine lange Tradition hat und sich mit seinem Vintage-Image gut erzählen lässt. Er will gemeinsam mit Tontechniker Florian Rödl und dem Nikola-Team "alle Register ziehen", was die Geräuschkulisse und die Texte angeht.

Theater Nikolai wird am Ende eine CD rausbringen

Wenn die Aufnahmen fertig sind, will das Theater Nikola auch eine CD aus dem Ganzen machen; mit hochwertigem Booklet, Infos zu Wallace und der Theatergruppe - damit das alles auch für die Nachwelt haptisch aufgehoben werden kann; oder unterm Weihnachtsbaum bei manchem als regionales Geschenk landet. "Damit kann man dann im Winter mit einer Tasse Tee gemütlich auf der Couch entspannen", sagt Ecker. 80 Minuten soll das Hörspiel dauern - und wenn es die Corona-Lage zulässt, auch im Spätherbst einmal live auf die Bühne kommen.

Zudem plant das Theater Nikola 2021, seine bereits geprobte Revue "Alltagsliebe" aufzuführen, gemeinsam mit "geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre, das gerade online erarbeitet wird. Zudem sollen die Landshuter in den Genuss einer neuen Stadtführung mit dem Titel "Von Rittern und Schurken" kommen. Je nachdem, wie es die Corona-Lage erlaubt. Das Theater Nikola ist eben in Hab-Acht-Stellung; aber künstlerisch unterkriegen lässt es sich auch von einer Pandemie nicht.

 

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