Mutter (45): Nur Spucktests für Grundschulen

Eine Landshuterin startet im Internet eine Petition für alternative Tests bei kleinen Kindern.
| Carmen Merckenschlager
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Zwar werden Grundschüler bei den Schnelltests unterstützt, das Teststäbchen müssen sie aber meist selbst in die Nase einführen. "Das ist sehr unangenehm und fehleranfällig", sagt eine Landshuter Mutter. Deshalb hat sie eine Petition für Spucktests an Grundschulen gestartet.
Zwar werden Grundschüler bei den Schnelltests unterstützt, das Teststäbchen müssen sie aber meist selbst in die Nase einführen. "Das ist sehr unangenehm und fehleranfällig", sagt eine Landshuter Mutter. Deshalb hat sie eine Petition für Spucktests an Grundschulen gestartet. © Matthias Bein/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild (Symbolfoto)

Landshut - Vor Kurzem machte Julia Münch (45) einen Schnelltest in einer Apotheke. Das Ergebnis: negativ. Ihre Erkenntnis: Das Stäbchen in der Nase sei aber ganz schön unangenehm. "Nichts, was ein Erwachsener nicht aushalten könnte", sagt sie. Aber für Kinder könnte das noch viel unangenehmer sein, so ihre Meinung.

Fehldiagnosensind möglich

Das allein wäre nicht das Problem, sagt Münch, aber wenn Kinder die Stäbchen-Tests in der Schule selber durchführen müssten, könnte es zu Fehlern kommen, ist sich Münch sicher. "Das Stäbchen muss immerhin weit in die Nase hinein.

Das bekommen die Kinder vielleicht nicht richtig hin. Es könnte zu Fehldiagnosen kommen", so die Landshuterin, "Ich sehe ja meine eigene Tochter schon förmlich die Testflüssigkeit verschütten. So sind Kinder eben."

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Deshalb informierte sie sich über sogenannte Spuck-/Lollytests, bei denen der Speichel getestet wird. Münch: "Das halte ich für einfacher und viel weniger fehleranfällig." Deshalb startet die zweifache Mutter Ende März eine Online-Petition für die Anwendung von Spucktests an Grundschulen.

Es fehlen noch zehntausende Unterschriften

Bisher haben 33 Menschen unterschrieben. Die nötige Relevanzschwelle, damit sich die Online-Plattform an die Staatsregierung beziehungsweise das Bayerische Kultusministerium wendet, liegt bei 24.000 Unterschriften.

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Weil die Resonanz durchaus noch verhalten ist, erhofft sich Münch von der Petition keine großen Sprünge. Aber: "Ich wollte es einfach mal versuchen und vielleicht etwas anregen", sagt die Mutter. Insgesamt sei das Testen in der Schule enorm wichtig, betont die Landshuterin: "Nur gibt es eben vielleicht eine weniger unangenehme Methode für die Kinder."

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