Landshuter Partnerstadt Schio: Zauberhafte Erinnerungen

Mit 16 Jahren war Christopher Stewens Austauschschüler in Schio.
| Carmen Merckenschlager
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Landshuts Hofzauberer Christopher Stewens Liebe zu Italien entstand durch die Teilnahme am Schüleraustausch mit Schio.
Landshuts Hofzauberer Christopher Stewens Liebe zu Italien entstand durch die Teilnahme am Schüleraustausch mit Schio. © Merckenschlager

Landshut - Seit Montag wird in Landshut die Italienische Woche gefeiert, um die Partnerschaft mit der Stadt Schio zu würdigen, die bereits seit 40 Jahren besteht. Während der Vorstellung des Programms sprach Elmar Weber, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Landshut-Schio, vom Motor dieser Freundschaft: Dem Schüleraustausch.

Landshuter erinnert sich an Schüleraustausch nach Schio

Ein Landshuter, der diesen Motor mit am Laufen hielt, ist Christopher Stewens (52), bekannt als der Hofzauberer. 1985 war er das erste Mal zum Schüleraustausch in Schio dabei. Bereits in den Jahren zuvor war er stets in Kontakt mit den Schülern aus Schio, die zunächst Landshut besuchten. "Immer wenn die Italiener da waren, ist die Stadt aufgeblüht", erinnert sich Stewens.

Als er 1985 selbst das erste Mal nach Italien reist, ist Stewens begeistert. "Sommer, Sonne, Party, hieß es da. Dann gab's natürlich viele schnuckelige Italienerinnen, tolles Essen und sehr herzliche Leute", erinnert sich der heute 52-Jährige mit einem Schmunzeln im Gesicht. Damals war er selbst noch 16.

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Heute schätzt er besonders, dass er und seine Freunde damals die Chance erhielten, Städte wie Venedig oder Vincenza zu sehen und gemeinsam weitere Ausflüge zu unternehmen. "Das war damals nicht selbstverständlich", erzählt Stewens.

Neben neuen Freunden, die Stewens in Italien kennenlernte, war es auch die neue Sprache, die ihn prägte. "Zuerst verständigten wir uns mir Händen und Füßen. Nach und nach schaffte ich mir die wichtigen Worte und Aussagen drauf. Zum Beispiel musste ich schnell lernen, wie man der Gastmutter sagt, dass ich schon genug Spaghetti auf dem Teller habe und satt bin", sagt Stewens. Heute spricht er gut Italienisch.

Austausch mit Schio: ""Damals haben sich viele Leute sehr engagiert"

Auch in seiner Erinnerung verhaftet ist seine Unterkunft zu Zeiten des Schüleraustauschs. "Ich habe im Hotel geschlafen. Also meine Gastfamilie betrieb ein Hotel. Deshalb konnte ich dort auch immer diesen dickflüssigen Saft aus den kleinen Fläschchen trinken. Dafür haben mich die anderen beneidet", so der 52-Jährige.

Der Busfahrer, der die Schüler damals zu den Ausflügen brachte, war ebenfalls im Hotel untergebracht, indem Stewens für die Zeit des Austauschs lebte. "Irgendwann habe ich gesagt, ich will auch mal Bus fahren. Kurz darauf saß ich hinter dem Steuer des Reisebusses und bin eine Runde durch Schio gefahren. Das war schon ganz schön illegal."

Fotos hat Stewens leider kaum aus dieser Zeit. Warum nicht? "Naja, damals hatte kaum jemand von uns eine Kamera. Und wenn doch, haben sie die sicher nicht in die Disco mitgenommen und dort die teuren Fotos verschossen", sagt Stewens.

Aber auch ohne Beweisbilder erinnert sich Stewens sehr gut an seine Aufenthalte in Schio, die seine Liebe zu Italien heute noch prägen. Stewens: "Damals haben sich viele Leute sehr engagiert, um uns jungen Menschen das zu ermöglichen. Ich hoffe, dass auch in der aktuellen Zeit junge Leute diese Chance erhalten und die Freundschaft Schio-Landshut weiter am Laufen halten."

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