Landshut: Britische Corona-Mutation erreicht die Region

Eine Covid-19-Infektion war bereits bekannt, ein erneuter PCR-Test bei einer Patientin wies dann auf eine Corona-Mutation hin. Forscher sagen, die Variante sei um 30 Prozent infektiöser.
| red
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Die betroffene Patientin wird im Klinikum Landshut behandelt.
Die betroffene Patientin wird im Klinikum Landshut behandelt. © Christine Vincon

Landshut - Nachdem in Niederbayern bereits Varianten des Coronavirus aufgetreten sind, ist nun erstmals eine Mutation in der Region Landshut bestätigt. Die Frau mittleren Alters aus dem Landkreis war laut Angaben am Wochenende ins Klinikum eingeliefert worden. Eine Covid-19-Infektion war bereits bekannt, ein erneuter PCR-Test wies auf eine Corona-Mutation hin. Am Mittwoch habe das Klinikum dann die Laborbestätigung auf die Virusmutante B.1.1.7 bekommen.

Patientin wurde im Einzelzimmer isoliert

Die Patientin werde bereits seit Aufnahme auf einer Corona-Normalstation im Einzelzimmer isoliert. Das Personal betrete das Zimmer nur mit eigener Schutzausrüstung, es gelten strenge Hygieneregeln. Das Klinikum stehe in engem Austausch mit dem Landshuter Gesundheitsamt, das die Kontaktnachverfolgung aufgenommen habe. "Es war leider nur eine Frage der Zeit, bis eine Mutation in Landshut auftaucht", sagte Klinikums-Geschäftsführer Philipp Ostwald am Mittwoch. "Auch wenn die Zahl der Corona-Patienten insgesamt abnimmt, ist weiterhin größte Vorsicht geboten. Durch die Zahlen, die man aus München, Tirol und Tschechien hört, muss man davon ausgehen, dass sich die Mutationen schon in der Bevölkerung in Bayern verbreiten."

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Corona-Mutation um etwa 30 Prozent infektiöser

Bei der britischen Variante B.1.1.7 hätten sich die Spike-Proteine auf der Oberfläche des Virus verändert. Diese würden vom Virus genutzt, um in die Zellen einzudringen - durch die Veränderung werde eine Infektion erleichtert. Forscher gingen davon aus, dass diese Variante etwa 30 Prozent infektiöser sei. Jedoch schützten, nach jetzigem Kenntnisstand, die aktuellen Impfstoffe gegen diese Variante. Neben der britischen Variante seien auch die südafrikanische Variante B.1.351 und die brasilianische Variante B.1.1.28 P.1 in Deutschland nachgewiesen. Diese Varianten sind laut Angaben problematischer, da eine reduzierte Wirksamkeit der Impfstoffe vermutet wird.

Derzeit würden im Klinikum insgesamt zwölf Patienten mit Covid-19-Zusammenhang behandelt (Stand: 11. Februar). Auf den Covid-19-Normalstationen befänden sich sieben infizierte Patienten sowie vier Verdachtsfälle. Auf der Intensivstation werde ein Infizierter behandelt. Mittlerweile haben 655 Mitarbeiter ihre Erstimpfung erhalten, 236 davon haben bereits die zweite Dosis bekommen.

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