Christkindlmarkt-Drive-in in Landshut - mit Schneekanone und 150 Christbäumen

Zollhauswirt Schmidt plant einen Christkindlmarkt-Drive-in. Mit dem Dult-Drive-in hatte er im Frühjahr bereits Erfolg.
| Ingmar Schweder
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Wollen der Coronakrise und dem zweiten Lockdown trotzen: Zollhaus- und Festwirt Patrick Schmidt und seine Frau Steffi. Sogar Christbäume wollen sie beim Drive-in anbieten.
Wollen der Coronakrise und dem zweiten Lockdown trotzen: Zollhaus- und Festwirt Patrick Schmidt und seine Frau Steffi. Sogar Christbäume wollen sie beim Drive-in anbieten. © Christine Vinçon

Landshut - Der zweite Lockdown beginnt am Montag. Dann sind die Gasthäuser bis Ende November voraussichtlich geschlossen. Ob das bei steigenden Corona-Zahlen überhaupt reicht ? Die Lage ist unklar. Neben dem normalen Umsatz droht den Wirten das Weihnachtsgeschäft wegzuschmelzen wie Schnee auf einer heißen Herdplatte. Zollhauswirt Patrick Schmidt sagt: "Für den November ist bereits alles abgesagt. 

Einige Weihnachtsfeiern sind für den Dezember noch gebucht. Es hat wegen der unsicheren Lage aber auch da schon Absagen gegeben. Ich bezweifle, dass sich die Lage schnell bessern wird."

Der Zollhauswirt könnte jetzt wohl im herannahenden Winter seinen Kopf in den Schnee stecken. Stattdessen will aber gleich selbst welchen abfeuern - und zwar mit einer Schneekanone. Genau das macht er ab dem 12. November auch.

Kunstschnee soll auf Autos rieseln

Mit einem normalen Take-away-Geschäft, das hatte der Wirt bereits während des Lockdowns im Frühjahr festgestellt, kommt man nicht sonderlich weit. Schmidt stellte damals als Alternative den Dult-Drive-in auf die Beine und sorgte damit auch international für Schlagzeilen. Sogar die "New York Times" berichtete über die verrückte Idee des Landshuter Festwirts. Schmidt: "Der Dult-Drive-in hat so gut funktioniert, da die Gäste für eine kurze Zeit in eine andere Welt eintauchen konnten."

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Wie der Festwirt sagt, soll deshalb ab dem 12. November - ganz im Stile des Dult-Drive-ins - Landshuts erster Christkindlmarkt-Drive-in an den Start gehen. Dafür will Schmidt seinen Zollhausbiergarten in ein Winter-Wunder-Land verwandeln; mit 150 geschmückten Christbäumen, einer Weihnachtshütte im Zentrum und viel Deko und Kunstschnee, der auf die Autos rieseln soll.

Drive-in heißt: Vor Ort darf nicht konsumiert werden

Weihnachtsmusik und ein Nikolaus, der den Besuchern des Drive-ins den Weg weist, werden ebenfalls nicht fehlen. Schmidt: "Wir werden alles anbieten, was zu einem Christkindlmarktbesuch dazugehört. Vom Glühwein bis zur Gulaschsuppe und vieles mehr."

Ob das Konzept nach dem Erfolg im Frühjahr noch einmal funktioniert ? Schmidt: "Mit dem Dult-Drive-in sind wir damals ein hohes Risiko gegangen. Wir haben aber gemerkt, dass diese Sehnsucht nach Normalität einfach da ist. Der Besuch eines Christkindlmarkts weckt viele unterschiedliche Emotionen. Dieses Gefühl wollen wir auch dieses Mal transportieren. Die Besucher sollen den Christkindlmarkt riechen, sehen, fühlen, aber auch schmecken."

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Der Aufbau des Christkindlmarkt-Drive-in beginnt nächste Woche: Los gehen soll das Erlebnis am 12. November, der Drive-in soll dann bis 20. Dezember geöffnet bleiben. Schmidt: "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir bei uns nur eine Ein- und Ausfahrt auf dem Grundstück haben. Wir können uns also den Hygienebestimmungen optimal anpassen."

Wichtig sei nämlich - das betont der Zollhauswirt - dass das Konzept einen reinen Drive-in-Betrieb vorsieht. Vor Ort darf also nicht konsumiert werden, sofern neue Regelungen nichts anderes zulassen. Der Glühwein, so viel ist sicher, sollte ohnehin nicht unbedingt gleich hinter dem Steuer getrunken werden.

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