Landkreis Landshut: Familie Hesse schon im Weihnachtsfieber

Eine Landshuter Familie im Weihnachts-Modus: Am Ende sollen allein 11.300 LED-Lichter das Einfamilienhaus und den Garten schmücken.
| Sandra Löw
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Mitte Oktober fällt der Startschuss: Zuerst schmücken Franziska und Manuel Hesse das Gartenhäuschen mit Lichterketten - dass auch die drei Buben Kilian, Steven, Christopher (v.l.) mithelfen, ist momentan eher noch die Ausnahme
Sandra Löw 4 Mitte Oktober fällt der Startschuss: Zuerst schmücken Franziska und Manuel Hesse das Gartenhäuschen mit Lichterketten - dass auch die drei Buben Kilian, Steven, Christopher (v.l.) mithelfen, ist momentan eher noch die Ausnahme
Franziska und Manuel Hesse gehen die Deko-Checkliste durch.
Sandra Löw 4 Franziska und Manuel Hesse gehen die Deko-Checkliste durch.
11300 LED-Lichter bringt die Familie am Haus und im Garten an.
Sandra Löw 4 11300 LED-Lichter bringt die Familie am Haus und im Garten an.
Weihnachtsschmuck und Familie Hesse: Das passt gut zusammen.
Sandra Löw 4 Weihnachtsschmuck und Familie Hesse: Das passt gut zusammen.

Landshut - Noch wirkt das apricotfarbene Einfamilienhaus inmitten des herbstlichen Gartens im Further Auenweg im Landkreis Landshut unauffällig. Erst auf den zweiten Blick erkennen Spaziergänger die Lichterketten an Schuppen, Garage und Giebel. In einem Monat soll das Anwesen wie ein Lichtermeer leuchten.

 

Tausende Lichter schmücken das Haus

Bis die 3,20 Meter hohe aufblasbare, beleuchtete Mickymaus im Santa-Claus-Kostüm von weitem grüßt, haben Franziska und Manuel Hesse noch eine Menge Arbeit vor sich. Allein 11.300 LEDs an 60 Lichterketten wird das Ehepaar rund ums Haus verteilen – knapp 1.000 Lichter mehr als im vergangenen Jahr werden am ersten Adventswochenende Licht ins Dunkel bringen.

Die traditionelle "Christmas Lighting Party" mit Freunden und Familie am Freitag vor dem ersten Advent, bei der Manuel Hesse - symbolisch gesprochen - zum ersten Mal den Stecker in die (Außen-)Steckdose steckt, muss dieses Jahr corona-bedingt ausfallen. Ansonsten lautet die Devise: Jetzt erst recht.

Familie schmückt ihr Haus trotz Corona

Keinen Moment haben die Eltern von drei Buben überlegt, das Lichtermeer wegen Corona abzuspecken oder gar darauf zu verzichten. Schon im Hochsommer hatte eine Spaziergängerin den Englisch- und Geschichtslehrer auf die Weihnachtsdeko angesprochen: "Sie schmücken Ihr Haus und Ihren Garten aber schon wieder so toll wie letztes Jahr – trotz Corona, oder ?". Natürlich: Gerade in diesem Jahr ist es, so Manuel Hesse, besonders wichtig, im Advent für viel Licht und ein Lächeln zu sorgen.

 

Vor zweieinhalb Wochen kletterte das Ehepaar dann auf den Dachboden über der Doppelgarage und holte Karton für Karton herunter. Der Startschuss für den Weihnachtsdeko-Marathon war gefallen; die ersten 3.000 LEDs baumeln bereits am Haus, am Gartenhäuschen und im Garten. Die Fans des amerikanischen Weihnachtskultes haben ordentlich aufgestockt: von 10.305 einzelnen Lichtern in der vergangenen Adventszeit auf 11.300. "Die Hecken sind gewachsen, da mussten wir lichtertechnisch natürlich mitziehen", sagt Manuel Hesse.

 

Die nächsten Wochenenden wird die Familie mehrere Stunden damit verbringen, die Lichterketten anzubringen. "Die Lichternetze für die Hecken haben sich ganz schön ineinander verwurschtelt. Das wird länger dauern, die auseinander zu friemeln", sagt Hesse. Rund zwei Kilometer Kabel müssen verlegt werden, dann wird die Familie noch Rentiere samt Schlitten dazustellen.

 

Der letzte Blickfang wird die 3,20 Meter hohe, aufblasbare und beleuchtete Mickymaus, die noch zusammengefaltet im Karton auf ihren Auftritt wartet, und Hesses "Mega-Tree", ein zum Lichterbaum umfunktionierter Fahnenmast.

Wichtigster Helfer, was den technischen Bereich angeht, ist Manuel Hesses Vater Norbert. Der Ingenieur berät seinen 40-jährigen Sohn in Sachen Verkabelung, WLAN-Steuerung und Timer und hält die Leiter, wenn der Sohn bis zum acht Meter hohen Hausgiebel klettert, um dort die "Icicles", die beleuchteten Eiszapfen, einzuhaken.

Weihnachtsdeko das ganze Jahr? "Wir sind Sommermenschen"

Warum er zumindest die Lichterketten nicht einfach das ganze Jahr über hängenlässt ? "Nein, auf keinen Fall: Wir sind Sommermenschen. Ich kann doch nicht bei 30 Grad auf der Terrasse sitzen und auf die Weihnachtsdeko schauen", wehrt Manuel Hesse ab. Er müsse sich ja sogar jetzt im Herbst überwinden, mit dem Schmücken zu beginnen, aber: "Sonst werde ich nicht fertig."

Da hilft es auch nicht, dass er sich mit Glühwein und Lebkuchen in Stimmung bringen könnte. "Das kommt bei uns jetzt noch nicht in den Einkaufskorb", sagt Franziska Hesse.

Der Plätzchen essende Santa Claus wird auch erst kurz vor dem ersten Advent ein Zimmer im ersten Stock beziehen. Die Videoprojektion hat Manuel Hesse 2016 zum ersten Mal installiert und seinen damals sechsjährigen Sohn Steven schwer beeindruckt. Inwieweit musikalische Begleitung dieses Jahr erstmals eine Rolle spielen wird, bleibt eine Überraschung.

Im Further Auenweg geht es in Sachen Weihnachtsdekoration zur Sache. Am Ende sollen allein 11.300 LED-Lichter das Einfamilienhaus und den Garten schmücken

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