Grüne setzen in Münchner Stichwahl auch auf CSU-Stimmen

Die Grünen hoffen, dass ihr Kandidat in München bei der Stichwahl auch Stimmen aus den Lagern bekommt, mit denen sie sonst keine Schnittmengen haben. CSU-Chef Söder äußert sich durchaus überraschend.
dpa |
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Dominik Krause darf in die Stichwahl um den Chefposten im Münchner Rathaus - die Grünen hoffen, dass sich nun auch viele CSU-Wähler für ihren Bewerber entscheiden.
Dominik Krause darf in die Stichwahl um den Chefposten im Münchner Rathaus - die Grünen hoffen, dass sich nun auch viele CSU-Wähler für ihren Bewerber entscheiden. © Peter Kneffel/dpa
München

Die Grünen setzen in der anstehenden Stichwahl im Kampf um das Oberbürgermeisteramt auf Stimmen aus der CSU. "Wir sind uns sicher, dass viele Baumgärtner-Wähler jetzt Dominik Krause für die bessere Wahl halten", sagte Grüne-Landeschefin, Eva Lettenbauer, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Bei der Stichwahl werde "nach Personen gewählt", nicht nach Partei. 

Weiter: "Wir sind uns sicher, dass viele Wähler einen neuen Aufbruch wollen und egal, ob sie Baumgärtner oder Reiter gewählt haben Dominik Krause für die bessere Wahl halten", sagte Lettenbauer. Krause habe schon im Wahlkampf gezeigt, dass er ein "verbindender Kandidat" sei und kein über allem schwebender Dieter Reiter (SPD).

Söder: CSU gibt keine Empfehlung für Stichwahl

CSU-Chef Markus Söder betonte, weder die CSU in München noch die Landesebene werde "erstmal keine Empfehlung" für die Stichwahl geben, "wer da gewählt werden soll und wir machen generell keine Vorgaben, mit wem zusammengearbeitet werden soll". Dies sei eine Entscheidung in den Kommunen vor Ort, "für uns ist nur klar, nichts mit der AfD".

In der ersten Wahlrunde am Sonntag war neben Amtsinhaber Reiter (35,6 Prozent) auch der Grüne Bewerber Krause (29,5 Prozent) in die Stichwahl gekommen. Der CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner hatte dagegen nur 21,3 Prozent der Stimmen erhalten und damit weit abgeschlagen die Stichwahl verpasst. Damit ist erstmals ein Grünen-Kandidat in einer Stichwahl um das Amt des Münchner Oberbürgermeisters. 

Abschneiden der CSU in München nennt Söder "ärgerlich"

Söder nannte es "ärgerlich", dass die CSU in München nicht in der Stichwahl sei. "Das liegt aber im Wesentlichen an einem Fehler, den der amtierende Oberbürgermeister wohl gemacht hat." Ob Söder auch bei Baumgärtner Fehler verortet, blieb offen. "München ist und bleibt das grüne Biotop in Bayern, da gibt es eine feststehende Wählerstruktur."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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