Faschings-Präsident wegen Volksverhetzung angeklagt

Würzburg (dpa/lby) - Gegen einen wegen Volksverhetzung angeklagten ehemaligen Faschingsverein-Präsidenten dürfte heute das Urteil fallen. Der 52-Jährige hatte in einer WhatsApp-Gruppe mehrere brisante Bilder verbreitet, darunter das Foto eines Wehrmachtssoldaten mit Maschinengewehr, begleitet von einem Text über 1400 abgelehnte Asylanträge pro Minute.
| dpa
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Würzburg (dpa/lby) - Gegen einen wegen Volksverhetzung angeklagten ehemaligen Faschingsverein-Präsidenten dürfte heute das Urteil fallen. Der 52-Jährige hatte in einer WhatsApp-Gruppe mehrere brisante Bilder verbreitet, darunter das Foto eines Wehrmachtssoldaten mit Maschinengewehr, begleitet von einem Text über 1400 abgelehnte Asylanträge pro Minute.

Der Angeklagte hatte vor dem Amtsgericht Würzburg am ersten Prozesstag im Mai eingeräumt, die Bilder "unbedarft" weitergeleitet zu haben. Er teile kein rechtes Gedankengut und habe die Bilder nur unter satirischen Aspekten gesehen.

Die WhatsApp-Gruppe bestand aus Elferräten eines Würzburger Faschingsvereins. In dem Verein sind nach eigenen Angaben auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) aktiv. Wegen des Vorgangs lasse der OB sein Amt in dem Verein derzeit ruhen, teilte ein Stadt-Sprecher mit. Der Angeklagte ist aus dem Präsidium zurückgetreten.

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