Energiewende macht Fortschritt - neue Leitung senkt Kosten

Mit dem "Ostbayernring" ist eine neue Höchstspannungsleitung in Nordbayern nun in Betrieb. Die Trasse jedoch ist nicht neu.
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Eine Stromtrasse bei Lichtenfels im Jahr 2020. Der nunmehr offiziell in Betrieb genommene neue "Ostbayernring" soll das Stromnetz entlasten und bei der Aufnahme der gestiegenen Ökostromproduktion helfen. (Symbolbild)
Eine Stromtrasse bei Lichtenfels im Jahr 2020. Der nunmehr offiziell in Betrieb genommene neue "Ostbayernring" soll das Stromnetz entlasten und bei der Aufnahme der gestiegenen Ökostromproduktion helfen. (Symbolbild) © Nicolas Armer/dpa
Bayreuth

Sie soll das strapazierte Netz entlasten und die Kosten der Energiewende senken: Nach fünfjährigen Bauarbeiten hat der Netzbetreiber Tennet die 185 Kilometer lange neue Höchstspannungsleitung "Ostbayernring" in Oberfranken und der Oberpfalz in Betrieb genommen. Tennet wertete das als "Meilenstein der Energiewende". Die 380-Kilovolt-Leitung ersetzt zwischen Redwitz und Schwandorf eine weniger leistungsfähige alte Leitung. 

Die neue Leitung auf der alten Trasse bildet laut Tennet das Rückgrat der Stromversorgung in Oberfranken und der Oberpfalz und dient unter anderem dazu, die steigende Ökostromproduktion aufzunehmen. "Mit dem Ostbayernring erhöhen wir die Versorgungssicherheit, schaffen Kapazitäten für die weitere Integration erneuerbarer Energien und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie", sagte Tennet-Deutschlandchef Tim Meyerjürgens. 

Netzengpässe kosten bundesweit drei Milliarden Euro

Der von der früheren großen Koalition unter Angela Merkel (CDU) zuerst verschobene und dann wieder auf 2022 vorverlegte Atomausstieg führte dazu, dass die bayerische Stromerzeugung von einst über 90 auf etwa 65 Terawattstunden im Jahr sank. Verbraucht werden in Bayern jedoch gut 80 Terawattstunden im Jahr, so dass nun Strom in großen Mengen von außerhalb der Landesgrenzen nach Bayern geleitet wird. 

Wegen der Netzengpässe jedoch müssen häufig teure Ersatzkraftwerke im Süden in Betrieb gehen, wenn die Kapazitäten im Netz nicht ausreichen. Der Fachbegriff der Bundesagentur dafür lautet "Netzengpassmanagement", die bundesweiten Kosten beliefen sich im vergangenen Jahr auf drei Milliarden Euro. 2027 und 2028 sollen "Südlink" und "Südostlink" in Betrieb gehen, die vor allem Windstrom aus Norddeutschland nach Bayern transportieren sollen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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