Die tollsten Museen Bayerns

Unterhaltsamere Texte, mehr Bilder: Den neuen Führer "Museen in Bayern" gibt es jetztin allen Münchner Buchhandlungen.
| Sophie Burfeind
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Der neue Museumsführer.
AZ Der neue Museumsführer.

München - Wer sich vorgenommen haben sollte, alle bayerischen Museen zu sehen, müsste ab jetzt dreieinhalb Jahre lang jeden Tag eins besuchen. Das Wochenende mit inbegriffen. Selbst für die leidenschaftlichen bayerischen Museumsgänger ist das wohl eine zu große Herausforderung.

Wenigstens ein paar der insgesamt 1.300 Museen zu besuchen, lohnt sich aber auf jeden Fall. Schließlich dokumentieren sie nicht nur die bayerische Kulturgeschichte – sie zeigen, wie Menschen früher gelebt und gearbeitet haben, sie sind Zeugnis von menschlicher Kunst, Kultur und technischem Forschritt. Bei der großen Auswahl ist der Führer "Museen in Bayern" eine gute Orientierungshilfe. Das Buch ist nun in der sechsten Auflage erschienen – mit neu geschriebenen Texten und 560 Bildern. Der Tipp von Kultusminister Ludwig Spaenle bei der Präsentation: "Nehmen Sie die Toilettenrolle raus und legen Sie ihn ins Auto. Es lohnt sich."

"Eine Insel mit zwei Bergen..."


Augsburger Puppenkiste. Foto: dpa

Auf ein Treffen mit den Helden der Kindheit nach Augsburg - Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, die auf der Insel Lummerland Abenteuer erleben, das Urmel aus dem Eis und Mama Wutz – ohne die "Augsburger Puppenkiste" wären diese Geschichten wohl nur halb so bekannt. Die erste Aufführung des Marionettentheaters aus Augsburg fand am 26. Februar 1948 statt. Das Ensemble zeigte das Märchen "Der gestiefelte Kater". Schon ein paar Jahre später kannte das ganze Landdie Augsburger Puppenkiste: Denn von 1953 an liefen die Aufführungen im Fernsehen. Seit 2001 gibt es neben dem Theater im Gebäude des Heilig-Geist-Spitals auch "Die Kiste – Das Augsburger Puppentheatermuseum".
In einer Dauerausstellung werden die bekannten Stars gezeigt. In viermonatlich wechselnden Sonderausstellungen sind andere Figuren aus dem Fundus des Theaters und von anderen Theatern zu sehen. Das Museum in Augsburg ist das erfolgreichste Puppentheatermuseum Europas.

Ritter und Burgfräulein

Auf den Spuren des mittelalterlichen Hochadels in Burghausen - Burghausen trägt seinen Namen wegen der 1,1 Kilometer langen Burg. Die kann man besichtigen – sehenswert ist aber auch das Historische Stadtmuseum: Die vielen Mitmach- und Audiostationen machen das Leben im Mittelalter wieder erlebbar. In Burghausen residierten einst die Wittelsbacher, später siedelte sich unten in dem Ort viel Industrie an.

Medizin-Geschichte


Das Museum ist in der Alten Anatomie untergebracht. Foto: Marcus Ebener

Hätten wir heute nicht so eine moderne Medizin, würden wir nicht so lange leben. Wie sich die Medizin von der Antike bis heute entwickelt hat, lernt man im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt. Es ist das bundesweit einzige Fachmuseum dieser Art. Erkunden kann man dort auch den Arzneipflanzengarten. Nur ein Rat vorab: Wer dort zu Mittag essen will, sollte das tun, bevor er sich die anatomischen Präparate anschaut.

Zurück in alte Zeiten

Ein Besuch im Bayerischen Moor- und Torfmuseum in Rottau ist eine kleine Zeitreise - Am Ende sitzt man in der kleinen Feldbahn und tuckert am Rande des Naturschutzgebietes "Kendlmühlfilzen" am Chiemsee entlang. Es ist der Abschluss der Führung durch das Museum, das im ehemaligen Torfbahnhof Rottau untergebracht ist. Hier lernt man viel über das Moor und den Torfabbau. Unser Tipp: Auf gutes Wetter warten!

Ozapft is!


Ogspuit is! Im Bier- und Oktoberfestmuseum haben die Wirte ihre Biere verkostet. Das können Sie jetzt auch! Foto: dpa

Immer einen Besuch wert: das Bier- und Oktoberfestmuseum in München - Wussten Sie, dass es die Wiesn gibt, weil 1810 ein Pferderennen auf der Theresienwiese stattfand? Dass die Babylonier Bier aus vergorenem Brot herstellten? All das und noch viel mehr erfährt man im Münchner Bier- und Oktoberfestmuseum in der Sterneckerstraße. Wem das zu theoretisch ist, kann Bier verkosten. Aber ein bisserl Hintergrundwissen für die nächste Wiesn schadet nie!

"Grübel, grübel"


Ein Abbild der Comicfigur "Daniel Düsentrieb" Foto: Nicolas Armer/dpa

Willkommen in Entenhausen! Das Erika-Fuchs-Haus in Oberfranken - Egal, ob Donald Ducks Haus oder Dagoberts Talerbad – im Erika-Fuchs-Haus, dem ersten Comic-Museum in Deutschland, taucht man ein in die Welt der Entenhausener. Erika Fuchs hat die Comics in Schwarzenbach übersetzt. Geeignet für jung und alt. Und: Auf alle Fälle ein Museum, das gute Laune macht!

Vom Leben im Wald


Ein Knochenjob: die Arbeit der Holzknechte. Foto: Imago

Gut, dass es diesen Job nicht mehr gibt: den Holzknecht. Wieso, lernt man in Ruhpolding - 300 Jahre lang war die Saline in Traunstein in Betrieb. Zum Betrieb der Salzgewinnungsanlage wurde viel Holz benötigt. Das mussten Holzknechte beschaffen, eine mühsame und gefährliche Arbeit. Wie sie aussah, erfahren Besucher im Holzknechtmuseum. Zu sehen sind etwa die alten Holzknechthütten, die auch für Feiern gemietet werden können.

Kelten-hochburg

Die Rüstung eines keltischen Kriegers. Foto: Christine Engel dpa/lby

Vor mehr als 2.000 Jahren war bei Manching und Pfaffenhofen die größte keltische Siedlung Europas. Im Kelten-Römer-Museum der Stadt werden Funde aus mehr als 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen präsentiert. Diese bringen den Besuchern das Leben der Menschen damals nahe. Werkzeuge belegen, wie hochentwickelt Handwerk und Landwirtschaft waren, andere Fundstücke sind Zeugnis der weitreichenden Handelskontakte.

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