"Das ist unser großes Ziel": Bayerns AfD-Fraktionschefin beim Volksfest Gillamoos

Einen Tag nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt strotzt die AfD vor Selbstvertrauen. Bayerns Fraktionschefin im Landtag gibt beim Gillamoos schon das nächste Ziel vor.
AZ/dpa |
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Gab als Eröffnungsrednerin bei der AfD den Ton an: Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner.
Gab als Eröffnungsrednerin bei der AfD den Ton an: Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner. © Sven Hoppe/dpa

Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat die bayerische Landtagsfraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner den Regierungsanspruch ihrer Partei betont. "Wir haben das Land verändert, wir haben Geschichte geschrieben, unser Ulrich Siegmund wird Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt – lasst uns jubeln", rief Ebner-Steiner auf dem Volksfest Gillamoos im niederbayerischen Abensberg den begeisterten Zuhörern zu. 

Die AfD habe in Sachsen-Anhalt das Recht und den Anspruch errungen, eine Regierung zu bilden. Doch bei diesem ersten Bundesland werde es nicht bleiben, kündigte Ebner-Steiner an: "Die AfD schreitet voran, die blaue Welle rollt." 

"Wir wollen den ganzen Kuchen"

Unter dem Jubel der Zuhörer rief sie, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) müsse weg. "Das ist unser großes Ziel. Wir wollen nicht nur Sachsen-Anhalt, wir wollen den ganzen Kuchen, wir wollen, dass Alice Weidel Kanzlerin von Deutschland wird."

Zugleich forderte sie das Bundesamt und die Landesämter für Verfassungsschutz auf, die sogenannten Altparteien, den Bundeskanzler und seine Regierung überwachen. "Denn die sind die Gefahr für die Demokratie, nicht wir von der AfD." 

Die AfD wird in mehreren Bundesländern, darunter in Sachsen-Anhalt, als gesichert rechtsextrem eingestuft. Dort hatte die Partei mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am Vorabend die Landtagswahl mit knapp 44 Prozent klar gewonnen und strebt an die Regierung. Doch für eine Alleinregierung reicht es nach dem vorläufigen Ergebnis nicht.

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2 Kommentare
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  • Hanswurst am 09.09.2026 14:00 Uhr / Bewertung:

    klingt irgendwie nach Wein trinken und Wasser predigen.
    Da wird gleichgeschlechtliche Ehe abgelehnt, Migranten sowieso, die Kanzlerkandidatin aber lebt mit Ihrer Frau, die aus Sri Lanka stammt in der Schweiz.

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  • Der wahre tscharlie am 07.09.2026 17:30 Uhr / Bewertung:

    "Unter dem Jubel der Zuhörer rief sie, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) müsse weg."

    Ok, ist ja nichts neues. Wir erinnern uns doch gerne noch die "Merkel muß weg" Rufe.
    Und dass sich die Weidel schon als Bundeskanzlerin sieht, geschenkt.
    Aber wenn Protschka die Kirche kritisiert, dann ist das ein Teil deren Strategie. Denn vor gut einer Woche hat Siegmunds Vordenker vor laufender Kamera gesagt, die Kirchen hätten ich Christlichkeit verwirkt.

    Und so wird aus Puzzleteilchen für Puzzleteilchen ein Bild.

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