Berlin und Paris einigen sich zu Einstieg des Bunds bei KNDS

Die Bundesregierung will beim Rüstungskonzern KNDS einsteigen. Mit Frankreich ist sie sich nun einig geworden. Welche Anteile wollen beide Länder?
dpa |
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Die Bundesregierung und der französische Staat haben sich auf einen gleichen Anteil beim Panzerbauer KNDS geeinigt. (Archivbild)
Die Bundesregierung und der französische Staat haben sich auf einen gleichen Anteil beim Panzerbauer KNDS geeinigt. (Archivbild) © Wolf von Dewitz/dpa
Berlin/Paris/München

Deutschland und Frankreich haben eine Vereinbarung zum Einstieg der Bundesregierung beim Panzerbauer KNDS getroffen. Beide Staaten sollen künftig den gleichen Anteil an dem Unternehmen halten, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent an, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Später wolle man den Anteil wieder verringern. Der Haushaltsausschuss des Bundestages muss dem Vorhaben noch zustimmen.

KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Aktuell befindet sich KNDS im Besitz der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Staates. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale ist in München.

Die Bundesregierung und der französische Élysée-Palast wollen KNDS zu einem führenden europäischen und globalen Verteidigungsunternehmen ausbauen, das die französischen und deutschen Streitkräfte beliefert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte: "Mit der 40-prozentigen Beteiligung des Bundes an KNDS sichern wir Schlüsseltechnologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland." Deutschland und Frankreich würden künftig auf Augenhöhe über die Entwicklung eines Unternehmens entscheiden, das für die europäische Verteidigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung sei. KNDS begrüßte die Einigung zwischen Berlin und Paris.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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