Bergbaukonzern: Wohl auch falsche Bergleute mit im Landtag

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Eklat um lautstark protestierende Bergleute im Düsseldorfer Landtag könnte eine überraschende Wende nehmen: Laut Bergbaukonzern RAG waren unter den rund 100 Männern auf der Besuchertribüne offenbar mehrere falsche Bergleute. "Da waren einige dabei, die waren nicht von uns", sagte ein RAG-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.
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Ein Abgeordneter spricht im Plenarsaal des Landtages. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild
dpa Ein Abgeordneter spricht im Plenarsaal des Landtages. Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Eklat um lautstark protestierende Bergleute im Düsseldorfer Landtag könnte eine überraschende Wende nehmen: Laut Bergbaukonzern RAG waren unter den rund 100 Männern auf der Besuchertribüne offenbar mehrere falsche Bergleute. "Da waren einige dabei, die waren nicht von uns", sagte ein RAG-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Offenbar seien dort Männer in "Bergmannsklamotten geschlüpft", so der Sprecher. Die "Westfälischen Nachrichten" hatten zuvor darüber berichtet.

Dem RAG-Sprecher zufolge hatte sich der Betriebsrat Videomaterial der Proteste im Landtag angeschaut und festgestellt, dass mehrere fremde Gesichter unter den Bergleuten zu sehen waren.

CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen teilte bei Twitter mit Bezug auf den Bericht der "Westfälischen Nachrichten" den Verdacht, dass die Marxistische Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) hinter den falschen Bergleuten stecken könnte. Ein Sprecher der MLPD wies diesen Vorwurf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von sich. Man sei zwar bisher bei allen Demos der Bergleute dabei gewesen, aber es habe sich niemand verkleidet unter die Bergleute gemischt. Die Gruppe war auf Einladung der AfD in den Landtag gekommen.

In dem Plenum war es am Mittwochabend während der Debatte eines Antrags der AfD zu dem lautstarken Protest der Bergleute gekommen. Landtagspräsident Kuper (CDU) unterbrach die Sitzung. Vorangegangen war ein AfD-Solidarantrag für 200 gekündigte Bergleute, die bislang noch nicht vermittelt wurden. Landtagspräsident André Kuper verurteilte später die tumultartigen Proteste.

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