Bayerns SPD-Fraktionschef will bekannter werden

Seit knapp eineinhalb Jahren ist der gelernte Maler Holger Grießhammer Chef der SPD-Landtagsfraktion. In Bayern kennen ihn aber weiterhin nur die wenigsten. Diese "Schwachstelle" will er angehen.
von  dpa
Mehr Bekanntheit ist aus Sicht von SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer entscheidend für bessere Wahlergebnisse.
Mehr Bekanntheit ist aus Sicht von SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer entscheidend für bessere Wahlergebnisse. © Uwe Lein/dpa

Der Chef der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Holger Grießhammer, will bekannter werden. "Wir wissen, dass das durchaus eine Schwachstelle ist", sagte er auf Nachfrage bei der Klausur seiner Fraktion im oberbayerischen Bad Aibling. Er versuche natürlich, in den Medien entsprechend platziert zu sein. "Aber da bitte ich um Nachsicht, dass in anderthalb Jahren das leider einfach auch nicht schaffbar ist, nicht machbar ist, hier die Werte einzufahren wie" Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger oder Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Aber ich werde da dran arbeiten."

Bayerntrend sieht Grießhammers Bekanntheit auf letztem Platz

Im BR24-"Bayerntrend" hatte Grießhammer in der vergangenen Woche den schwächsten Bekanntheitswert unter den abgefragten Politikern erzielt. Ihn kannten demnach nur 23 Prozent der Befragten - Söder kam hier auf einen Wert von 96 Prozent, Aiwanger auf 90 Prozent. In der Sonntagsfrage hatte die SPD zuletzt acht Prozent erlangt - damit liegt sie zwar besser als in den Wochen zuvor, aber immer noch hinter ihrem historisch schlechten Ergebnis von der Wahl 2023 mit 8,4 Prozent.

Grießhammer nannte seine relativ kurze Amtszeit an der Spitze der SPD-Fraktion und in der Landespolitik als Ursachen dafür. "Ich bin im Herbst 2023 als Kommunalpolitiker in den Bayerischen Landtag eingezogen und ich brauche einfach mal noch ein bisschen Zeit, um das auch aufzuholen." Wenn man sehe, wie lange ein Aiwanger bereits in der Landespolitik eine Rolle spiele, "alleine von den Jahren her, dann ist das einfach nicht zu schaffen in anderthalb Jahren".

Grießhammer bemüht sich um Optimismus

Mit Blick auf die schlechten Umfrageergebnisse der SPD in Bayern bemühte sich Grießhammer um Optimismus. "Die Fünf-Prozent-Marke ist nicht weit weg und jeder Prozentpunkt, der nach oben geht, zeigt in die richtige Richtung. Ziel sei es, das Ganze ausbauen und vertiefen zu können, "dass wir hier wieder zulegen". Um einen Aufwärtstrend zu erreichen, seien auch die Persönlichkeitswerte "von unserem Spitzenpersonal" sehr gut und wichtig. "Wir versuchen einfach, durch gute Sacharbeit zu überzeugen."

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.