Bayerns SPD-Chefin wünscht sich Scholz als Kanzlerkandidaten

Rückendeckung für Vizekanzler Olaf Scholz aus Bayern: Für SPD-Landeschefin Natascha Kohnen soll der amtierende Bundesfinanzminister bei der Bundestagswahl Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten werden. "Ich kenne Olaf Scholz als klug und besonnen, und er hat signalisiert, dass er es kann", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in München.
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Natascha Kohnen, Vorsitzende der SPD in Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
dpa Natascha Kohnen, Vorsitzende der SPD in Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

München/Berlin - Rückendeckung für Vizekanzler Olaf Scholz aus Bayern: Für SPD-Landeschefin Natascha Kohnen soll der amtierende Bundesfinanzminister bei der Bundestagswahl Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten werden. "Ich kenne Olaf Scholz als klug und besonnen, und er hat signalisiert, dass er es kann", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in München.

Für Kohnen liegt der nächste Schritt zunächst aber bei Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. "Unsere beiden Parteivorsitzenden müssen sich jetzt im Sommer zusammensetzen und die Frage der Kanzlerkandidatur besprechen, danach braucht es dann eine gemeinsame Teamentscheidung", sagte Kohnen. Bereits bei den Beratungen zum Konjunkturpaket in der Corona-Krise hätten Scholz, Esken und Walter-Borjans gezeigt, dass sie sehr gut zusammenarbeiten könnten. "Das ist eine Dreierkombination, die viel erreichen kann."

Die Frage, ob die SPD angesichts schlechter Umfragewerte von nur 14 Prozent überhaupt noch einen Kanzlerkandidaten aufstellen solle, stelle sich ihr nicht, sagte Kohnen. "Ja, natürlich brauchen wir das. Die Umfragewerte verändern sich heute schnell." Zudem werde es bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr auch für die Union keinen "Merkel-Bonus" mehr geben. Für Kohnen ist die Ausgangslage für die SPD daher gar nicht so schlecht: "Das wird ein komplett offenes Rennen. Die Corona-Krise hat viel verändert, Scholz hat sich in der Zeit viel Respekt erarbeitet."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, bei der Wahl nicht mehr antreten zu wollen. Wer für die Union als Kanzlerkandidat ins Rennen gehen wird, ist noch nicht entschieden.

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